ECA International: 2009 nur geringe Gehaltserhöhungen in Deutschland

07.04.2009 | 11:16 Uhr

London (ots) -

   - Wegen Finanzkrise lediglich 2,5 Prozent Gehaltszuwachs für 
     deutsche Arbeitnehmer - ehemals vier Prozent erwartet
   - Ein Viertel der hiesigen Unternehmen schließt Gehaltserhöhungen 
     aus
   - Reallöhne steigen voraussichtlich 

Als Folge der Finanzkrise steigen Gehälter in Deutschland in diesem Jahr voraussichtlich nur um durchschnittlich 2,5 Prozent. Das geht aus der Studie "Salary Trends Survey 2008/09" des Personalberatungsunternehmens ECA International hervor. Die Studie untersucht die Gehaltsentwicklungen in über 50 Ländern. 2008 lag der durchschnittliche Lohnanstieg hierzulande noch bei 3,5 Prozent.

Noch unmittelbar vor der Krise hatten Unternehmen in Deutschland ein Gehaltswachstum um vier Prozent erwartet. Nun haben viele Firmen ihre Planungen revidiert: Über ein Viertel der hier tätigen befragten Unternehmen will die Gehälter sogar überhaupt nicht erhöhen. Mit durchschnittlich 2,5 Prozent Gehaltszuwachs belegt Deutschland im internationalen Vergleich den 38. Platz. Nichtsdestotrotz steigt der Reallohn in diesem Jahr voraussichtlich gegenüber 2008: Arbeitnehmer profitieren von geringer Inflation, das liegt vor allem an dem fallenden Ölpreis und billigeren Nahrungsmitteln.

In Europa beträgt der durchschnittliche Lohnanstieg 3,3 Prozent, so die Experten von ECA International. Gegenüber 2008 ist das ein Minus von über einem Drittel (damals fünf Prozent). Weltweit sinken die Gehaltssteigerungen von 6,2 im Jahr 2008 auf voraussichtlich 4,7 Prozent. Spitzenreiter ist Venezuela mit 24 Prozent. Schlusslichter sind Japan, Litauen und Irland.

In den USA wird erwartet, dass Gehälter anstatt um vier, wie vor der Finanzkrise geplant, nun nur um 2,8 Prozent steigen. In Asien stehen durchschnittliche Gehaltserhöhungen von 4,8 Prozent an.

Die Salary Trends Survey 2008/09 von ECA International untersucht Gehälter und Gehaltsentwicklung in über 50 Ländern. Aufgrund der Finanzkrise wurde die im September 2008 durchgeführte Studie wiederholt, um die Auswirkungen der Krise zu untersuchen. Basis sind Informationen von 230 (ursprüngliche Befragung) bzw. 120 Unternehmen (Update) in 53 Ländern.

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