
DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun im Interview: "Deutsche Auslandsschulen sind unverzichtbar"
11.12.2008 | 11:29 UhrKöln (ots) - Deutsche Unternehmen im In- und Ausland brauchen dringend qualifiziertes, mehrsprachig ausgebildetes Personal. Welchen Beitrag können Deutsche Auslandsschulen leisten, um diesem Bedarf gerecht zu werden? Die BEGEGNUNG sprach mit DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun.
"Die Deutschen Auslandsschulen sind für die Kinder unserer Fachkräfte, die wir an ausländische Standorte senden, unverzichtbar", so Braun. An den 123 Deutschen Auslandsschulen werden weltweit rund 20.000 deutsche Schüler ausgebildet; ihnen wird eine Schulbildung nach deutschem Standard und für die Zeit nach dem Auslandsaufenthalt ein reibungsloser Wiedereinstieg in das deutsche Bildungssystem ermöglicht.
Daneben besuchen etwa 53.000 nicht-deutsche Schüler die von der Bundesrepublik geförderten Auslandsschulen. "Diese Schulabsolventen sind in der Kultur und im gesellschaftlichen Gefüge ihrer Heimat verwurzelt, haben aber gleichzeitig die deutsche Sprache gelernt und kennen die deutsche Kultur", betont Braun. Das macht sie nicht nur zu potenziellen Studenten an deutschen Universitäten, sondern auch zu aussichtsreichen Bewerbern für deutsche Unternehmen und zu Multiplikatoren in ihren Sitzländern. Damit leisten die Auslandsschulen einen wichtigen Beitrag, um den Studienstandort Deutschland zu sichern und die drängenden Herausforderungen des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels in Deutschland zu lösen.
Die BEGEGNUNG wird von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) und dem Auswärtigen Amt herausgegeben. Die Ausgabe 3/2008 erscheint am 11. Dezember und kann bei der ZfA, Herrn Dr. Boris Menrath, Boris.Menrath@bva.bund.de angefordert oder unter http://www1.dasan.de/Veroeffentlichungen/Begegnung/index.html abgerufen werden.
Die ZfA ist eine Abteilung des Bundesverwaltungsamtes, die unter der Fachaufsicht des Auswärtigen Amtes mit ca. 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die deutsche schulische Arbeit im Ausland betreut. Zusätzlich sind über 50 Fachberater im Auftrag der ZfA vor Ort tätig, um den Ausbau der deutschen Sprache an Schulen im Ausland zu fördern. Weltweit unterstützt die ZfA zurzeit 123 Deutsche Auslandsschulen und 533 Sprachdiplomschulen personell und finanziell. An diesen Einrichtungen arbeiten rund 1.900 Auslandsdienstlehrkräfte, die von der ZfA entsandt wurden.
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