DFL Deutsche Fußball Liga GmbH: 76/2008 DFL startet Ausschreibung der Medienrechte

31.10.2008 | 14:35 Uhr

    Frankfurt (ots) -

    -Spielpläne und TV-Modelle mit attraktiven Angeboten für Fans und Medien-Partner vorgestellt

    -Um größere Planbarkeit zu ermöglichen, können Übertragungsrechte für vier Jahre vergeben werden

    -39 registrierte Unternehmen können sich um 37 Verwertungspakete für die Bereiche Fernsehen und Neue Medien bewerben

    Mit der Vorstellung von Spielplänen und attraktiven Verwertungspaketen hat die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH am heutigen Freitag die Ausschreibung der Medien-Rechte für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland gestartet. Sämtliche Rechte werden einheitlich entweder für drei Jahre oder für vier Jahre vergeben (Saison 2009/2010 bis 2011/2012 bzw. 2012/13). Eine Rechtevergabe für vier Jahre würde Lizenznehmern aus allen Bereichen, aber insbesondere den Neuen Medien, eine noch größere Planungs- und Investitionssicherheit ermöglichen und damit die technische Entwicklung von Produkten und den Ausbau von Medien-Infrastruktur fördern. Die Interessenten können ihre verbindlichen Gebote bis zum 21. November 2008 abgeben. Abschließend wird die DFL dem Ligavorstand sowie der Mitgliederversammlung des Ligaverbandes die Annahme von endverhandelten Geboten empfehlen.

    Samstag, 15:30 Uhr, bleibt "Kern-Spieltag"

    Der "Kern-Spieltag" der Bundesliga wird mit fünf Parallel-Spielen weiter am Samstag um 15:30 Uhr sein. Darüber hinaus bleibt es im Regelspielplan wie bisher bei einer Begegnung am Freitagabend (20:30 Uhr) sowie zwei Begegnungen am Sonntag (15:30 Uhr und 17:30 Uhr). Zudem ist ein Spiel am Samstag um 18:30 Uhr geplant. Für diesen Termin kann ein Club höchstens sechsmal pro Saison (darunter maximal drei Heimspiele) angesetzt werden.

    Hinzu kommen zwei Ausnahmeregelungen. Unmittelbar im Anschluss an die Abstellungsperioden der FIFA für Nationalspieler (bis zu sechsmal pro Saison), wird das Freitagsspiel auf Samstag (15:30 Uhr) verlegt. Und: Bis zu fünfmal pro Saison nach UEFA-Cup-Wochen wird das Samstagsspiel, das für 18:30 Uhr terminiert ist, auf Sonntag (17:30 Uhr) geschoben.

    Der Regelspieltag der 2. Bundesliga sieht weiter drei Spiele am Freitag um 18:00 Uhr vor. Hinzu kommen zwei Begegnungen am Samstag um 13:00 Uhr, was den Clubs der 2. Bundesliga Präsenz im Rahmen der frühen Free-TV-Erstverwertung der Bundesliga (Samstag ab 18:30 Uhr) sichert. Im Sinne der Fans wurde die Anstoßzeit der Sonntagsspiele im Vergleich zum ursprünglichen gemeinsam mit Sirius veröffentlichten Plan um eine Stunde in den Nachmittag verlegt: Die Partien werden nun um 13:30 Uhr angepfiffen. Darüber hinaus bleibt es beim eingeführten Montagsspiel um 20:15 Uhr.

    Die Liga hat sich zudem eingehend mit der Situation des Amateur-Fußballs befasst, mit dessen Vertretern bei regionalen Veranstaltungen gesprochen und von einem auch diskutierten zweiten Bundesliga-Spiel am Sonntag um 15:30 Uhr Abstand genommen. Künftig finden in der Regel weniger Spiele des Profi-Fußballs als bisher am Sonntag statt: fünf statt bislang sieben.

    Zeitnahe Präsenz im Free-TV und neue Optionen für das Pay-TV, IP-TV sowie Internet

    Auf Basis des neuen Spielplans bietet die DFL den Interessenten zwei Verwertungsszenarien an. Dabei werden alle 612 Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga weiter live und in voller Länge für Pay-TV, Free-TV, IP-TV sowie Internet angeboten. Im Free-TV wird es in jedem Fall eine frühe Spieltagszusammenfassung am Samstag ab 18:30 Uhr geben, ebenso bleibt eine Zweitverwertung ab 22:00 Uhr vorgesehen. Darüber hinaus wird erstmals ein Live-Spiel am Samstag um 18:30 Uhr angeboten.

    Die beiden Szenarien unterscheiden sich durch die Free-TV-Möglichkeiten am Sonntagabend: Während Szenario A eine Zusammenfassung der Zweitliga-Hightlights von 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr sowie eine Bundesliga-Zusammenfassung von 22:00 Uhr bis 23:00 Uhr vorsieht, bietet Szenario B eine Zusammenfassung der Bundesliga- und Zweitligaspiele von 19:30 Uhr bis 20:15 Uhr.

    Die 39 registrierten Bieter können sich um insgesamt 37 Pakete bewerben, 27 davon für die Ausstrahlung im Fernsehen (für die Vertriebswege Kabel, Satellit sowie teilweise für Kabel und Satellit in Kombination), drei für IP-TV, vier für Web-TV und drei für mobile Dienste.

    "Der Ball liegt nun bei den Bietern"

    "Wir wollen in der Frage der Übertragungsrechte möglichst große Planbarkeit und Verlässlichkeit - im Sinne aller Beteiligten: Clubs, Fans und Medien-Unternehmen. Möglichst hohe Erlöse aus diesem Bereich sind kein Selbstzweck. Die Clubs benötigen die Einnahmen aus den Medienrechten nicht nur, um eine attraktive Liga mit nationalen und internationalen Stars zu finanzieren, sondern auch um den Fans weiter günstige Ticketpreise und die modernsten Stadien der Welt bieten zu können", sagt Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball, der sich ausdrücklich bei DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach für den intensiven Dialog in Bezug auf die Spiele des Amateur-Fußballs bedankt.

    "Die anstehende Rechtevergabe muss vielfältigen Anforderungen gerecht werden. Wir haben verschiedene Positionen zu berücksichtigen: den Investitionsbedarf der Liga ebenso wie unterschiedliche Interessen von Medienunternehmen - und natürlich die Wünsche der Fans, ob vor den Bildschirmen oder in den Stadien. Der Ball liegt nun bei den Bietern", sagt Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung.

    gez. Christian Pfennig Direktor Kommunikation

    Frankfurt / Main, den 31. Oktober 2008

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