
Sperma der Taufliege 1.000 Mal größer als beim Menschen! Und alles über die Sex-Spiele von Käfern, Läusen & Co
31.03.2008 | 09:00 UhrHamburg (ots) - 31. März 2008 - Von zärtlichen Verführungskünsten bis SM-Praktiken: In der neuen Ausgabe von WUNDERWELT WISSEN (aktuell im Handel) werden die Sex-Geheimnisse der Insekten mit elektronen-mikroskopischen Aufnahmen gelüftet.
Die Taufliege entpuppt sich als Casanova. Ein Liebeslied durch Flügel-Vibration des Taufliegen-Männchen dient als Vorspiel. Während das Weibchen dahin schmilzt, wagt das Männchen mit seinen Vorderbeinen das vorsichtige Herantasten zum weiblichen Genital. Zeigt sich die Partnerin weiterhin geneigt, geht er zum Oralsex über, worauf letztendlich der eigentliche Akt der Paarung folgt.
Doch nicht alle Insekten zeichnen sich durch solch liebevollen Umgang mit ihren Sexualpartnerinnen aus. Der Blattschneiderbienen-Mann wirft sich ohne Vorwarnung auf das Bienenweibchen, beißt sich mit den Kiefern an den Fühlern fest, hält dem Weibchen die Augen zu und zerrt den Hinterleib in die Höhe. Bett-Wanzen-Männchen vergewaltigen ihre Weibchen sogar, ohne dass diese eine Chance haben, den Macho abzuwerfen. Statt nach der richtigen Körperöffnung zu suchen, rammen die Bett-Wanzen ihren säbelartigen Penis wie eine Lanze durch die Bauchseite des Weibchens.
Die Weibchen zahlreicher Insektenarten haben es ebenfalls faustdick hinter den Ohren. Entgegen früherer Lehrmeinung wissen Evolutionsforscher heute, dass sie der ungehemmten Polygamie frönen. Statt sich nur von einem Männchen begatten zu lassen, sammeln sie die Spermien ihrer Freier zunächst in einer so genannten Spermathek, um am Ende zu entscheiden, welche Sperma-Spende sie akzeptieren wollen.
Auch bei den Insekten gibt es Rekordhalter: Taufliegen protzen nicht nur mit einem grotesk geformten Penis, sondern auch mit rekordverdächtigen Samenfäden. Mit einer ausgerollten Länge von 5,8 Zentimetern sind sie fast 1.000 Mal größer als ein menschliches Spermium. Selbst im Alltag ist der Mensch nicht frei vom Insekten-Sex: Die Folgen des kurzen Sex-Aktes kopulierender Mehlkäfer sind noch lange in der Küche zu sehen: Nach der Paarung entstehen Mehlwürmer, die sich oft und gern durch Lebensmittelvorräte fressen. Doch nicht nur die Küche bietet lustvollen Raum für Insekten-Sex. Die Kleiderlaus lebt in schmutzigen Textilien. Je länger wir unsere Kleidung nicht waschen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich darin gerade Laus-Orgien abspielen. Mehr über die faszinierenden Liebestechniken der Insekten jetzt in WUNDERWELT WISSEN.
Das Magazin WUNDERWELT WISSEN mit einem Umfang von 100 Seiten ist seit dem 28. März 2008 im Handel erhältlich. Der Copypreis beträgt 3 Euro.
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