Pressemitteilung

TÜV Rheinland: Länger fit für die Arbeit / Corporate Health Convention: Tipps zum gesunden Führen / Mit betrieblichem Gesundheitsmanagement den demografischen Wandel ausgleichen

2013-04-22 14:00:00

Köln (ots) - Um mit den ständigen Veränderungen der Arbeitswelt Schritt zu halten, ist lebenslanges Lernen unverzichtbar. Zugleich führt der demografische Wandel dazu, dass das Renteneintrittsalter seit Jahren ansteigt. "Um Mitarbeiter langfristig für die Anforderungen des modernen Berufslebens fit zu halten, ist gesundes Führen ein wichtiges Instrument. Es kann dazu beitragen, psychische Belastungen am Arbeitsplatz zu reduzieren", erläutert Diplom-Psychologin Iris Dohmen, Fachgebietsleiterin für Arbeits-, Betriebs- und Organisations-Psychologie bei TÜV Rheinland. Eine typische Belastung sind Zeit- und Termindruck. Hier rät die Expertin dazu, als Team die Ursachen zu hinterfragen und Spielregeln zu vereinbaren.

Neben dem klassischen Mitarbeitergespräch sieht die Experten das Gesundheitsgespräch als wichtiges Instrument des gesunden Führens. "Die Anlässe für ein solches Gespräch sind vielfältig: Lange Arbeitszeiten gehören ebenso dazu wie Verhaltens- und Leistungsauffälligkeiten oder Anzeichen von Erschöpfung. Sinnvoll ist es aber auch, wenn ein Mitarbeiter beispielsweise nach einem Herzinfarkt in den Beruf zurückkehrt und alte, schädliche Verhaltensweisen wieder aufnimmt", erklärt Iris Dohmen. Sie empfiehlt, dass die Führungskraft ihre Beobachtungen wertungsfrei schildert und zum Ausdruck bringt, dass sie sich um die Gesundheit des Mitarbeiters Gedanken macht. Ziel des Gesprächs sollte sein, gemeinsam Verbesserungen anzustreben. Dazu gelte es auch zu hinterfragen, welchen Beitrag der Arbeitgeber und der Betroffene selbst leisten können. Da gesundes Führen viele Bereiche betrifft, betten Unternehmen diese Aufgaben heute oft in das betriebliche Gesundheitsmanagement ein. "Nicht nur Führungskräfte stehen in der Pflicht: Vielmehr ist jeder Einzelne gefordert, seine Arbeitsweise und seine Einstellung zu hinterfragen. Mit unerreichbaren Ansprüchen an die eigene Leistungsfähigkeit setzten sich viele Arbeitnehmer oftmals selbst unter Druck. Klare Regeln, beispielsweise zur Erreichbarkeit per E-Mail und Telefon, schaffen hier Entlastung und Freiraum für eine ausgewogene Work-Life-Balance", sagt die Expertin von TÜV Rheinland.

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