Pressemitteilung

"Plusminus" am Mittwoch, 10. April 2013, um 21.45 Uhr

2013-04-08 13:28:06

München (ots) - Moderation: Marcus Bornheim

Die Themen:

Abercrombie & Fitch": Giftige Kleidung beim Trend-Modelabel "Plusminus" hat hierzulande verkaufte Kleidungsstücke des US-Modelabels "Abercrombie & Fitch" auf Schadstoffe untersuchen lassen: In einem Damenoberteil, das in Indien hergestellt wurde, fand sich eine extreme Menge von Benzidin. Der Stoff verursacht erwiesenermaßen Blasenkrebs und kann beim Tragen über die Haut aufgenommen werden. In Indien haben "Plusminus"-Reporter außerdem fragwürdige Arbeitsbedingungen in einer Textilfärberei festgestellt, die nach eigenen Angaben auch für "Abercrombie & Fitch" produziert. Obwohl dort mit gesundheitsschädlichen Chemikalien gearbeitet wird, trugen Arbeiter keine Schutzkleidung. Die Fabrik war stark mit Vogelkot verdreckt. Bei Temperaturen von über 45 Grad arbeiten die Angestellten dort 72 Stunden pro Woche - für einen Lohn von unter 150 Euro pro Monat.

Krippenplätze: große Bürokratie-Hürden für private Anbieter Ab dem 1. August haben Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Experten gehen davon aus, dass viele Eltern besonders in Großstädten diesen Anspruch einklagen müssen, weil nicht genügend Betreuungsplätze existieren. Privat-gewerbliche Betreiber von Kitas könnten mithelfen, den Betreuungsbedarf zu decken. Doch den Betreibern wird die Sache durch teils absurde Regelungen und Behördenentscheidungen schwer gemacht. Zum einen existieren keine bundeseinheitlichen Regelungen zur Förderung solcher Einrichtungen, zum anderen kocht auch bei den Qualitätsstandards jedes Bundesland sein eigenes Süppchen. Außerdem führt der Regelungswust in der Praxis zu teils absurden Problemen. So wurde einer Einrichtung die Baugenehmigung verwehrt, weil im Garten ein Pflaumenbaum fehlte. Die Betreiberin einer anderen Einrichtung bekam Probleme, als sie vier neue Betreuungsplätze von der zuständigen Kommunalbehörde genehmigen lassen wollte. Der Grund: Messungen hätten ergeben, dass eine nahe Schnellstraße für die Kinder eine zu große Lärmbelastung bedeuten würde. Tatsächlich war der Straßenverlauf nach einem Tunnel-Bau aber längst unter die Erde verlegt worden. Die Behörde ließ das Argument aber nicht gelten, denn sie hatte keine neueren Lärmmessungen. Für private-gewerbliche Anbieter kann der Kita-Betrieb so schnell zum Albtraum werden und der rasche Kita-Ausbau bleibt auf der Strecke.

Tausende Geburts-Schäden: Missstände in Kliniken In Deutschland kommen jedes Jahr mehrere Tausend Babys schwer geschädigt zur Welt. Der Grund: Missstände in den Geburtskliniken. Viele schwangere Frauen werden schlecht betreut, es fehlt an Hebammen und Ärzten auf den Stationen. Hinzu kommen schwere Mängel in der Ausbildung der Mediziner. Gutachter beobachten die immer gleichen Fehler. Nach "Plusminus"-Recherchen sind die Zustände in kleinen Geburtskliniken besonders fragwürdig.

Private Abwasserkanäle: Chaos bei den Dichtigkeitsprüfungen Wer in München ein Haus oder eine Wohnung hat, muss bis Ende 2015 seinen Kanalanschluss überprüfen lassen, wer in Berlin wohnt, muss das in der Regel nicht. In Hamburg muss man sich selbst kümmern, für Immobilienbesitzer in Frankfurt übernimmt das die Stadt. Wenn es um die Dichtheitsprüfung von privaten Abwasserkanälen geht, ist Deutschland ein Flickenteppich. Von Bundesland zu Bundesland, ja sogar von Stadt zu Stadt gelten völlig verschiedene Vorschriften. Ein einziges Chaos! Klar ist nur: für die Prüfung und vor allem für die danach eventuell anstehende Sanierung fallen üppige Kosten an. Mehrere Tausend Euro sind da schnell mal fällig. Das Problem dabei: Der Privatmann kann die Notwendigkeit einer Sanierung selbst kaum überprüfen. Und so fühlen sich bundesweit viele Haus- und Wohnungsbesitzer abgezockt. Nicht ohne Grund wie Plusminus herausgefunden hat.

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Redaktion: Carl Hermann Diekmann

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