Pressemitteilung

Unbeschwert im Grünen: Sieben Tipps zur sicheren Gartenarbeit

2013-03-26 10:00:21

Bad Homburg / Hamburg (ots) - Rund 200.000 Unfälle ereignen sich in Deutschland pro Jahr beim Herumpuzzeln im Grünen. Viele Hobbygärtner verletzen sich an den Geräten, stolpern, fallen und verunglücken, weil sie unaufmerksam sind oder sich selbst überschätzen. Ein paar Grundregeln schützen gegen Gefährdungen in der neuen Saison.

Der eigene Garten, direkt am Haus oder in der Laubenkolonie, ist für viele Menschen ihr persönlicher Rückzugsort, in dem sie sich erholen und verwirklichen können. "Willst du ein Leben lang glücklich sein, so schaffe dir einen Garten", lautet übereinstimmend eine beliebte Konfuzius-Weisheit. Doch nach einer Ermittlung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund erweist sich das harmlose Hobbygärtnern durchaus als Gefahrenquelle: Fast die Hälfte der jährlichen Unfallopfer verletzen sich mit scharfen oder spitzen Gegenständen, gefolgt von Stürzen von der Leiter im Rahmen der Baumpflege beziehungsweise während der Obsternte. "Wie Studien zeigen, ist bei älteren Hobbygärtnern ab 55 Jahren und bei Männern das Unfallrisiko während der Gartenarbeit besonders groß", weiß Jörg Dreisow, Leiter der Unfallsparte der Basler Versicherungen. Sie überschätzen ihre Kräfte, ihr Geschick und unterschätzen die Gefahren. "Ein paar grundlegende Vorkehrungen können helfen, solche Risiken zu vermeiden", sagt der Versicherungsexperte. Die Basler Versicherungen haben deshalb sieben Tipps zusammengestellt, worauf Garten-Fans achten sollten.

1. Schützende Kleidung verwenden
Passende Kleidung hat schon so manchen Wochenendbotaniker vor 
Schürfwunden und Stichen bewahrt. Handschuhe, eine lange Hose und ein
langärmeliges Oberteil halten Kratzer, Insekten, Farben, Giftstoffe, 
Dornen und Brennnesseln vom Leib. Ein breitkrempiger Hut schützt vor 
Sonnenstich und spendet Schatten im Gesicht. Wer geschlossene Schuhe 
trägt, tritt sich nichts ein und bekommt keine gravierenden 
Blessuren, falls etwas Schweres auf die Füße fällt. Bei gröberen 
Tätigkeiten, zum Beispiel einem Heckenschnitt, sind durchaus auch 
Sicherheitsschuhe und eine Schutzbrille angebracht.
 
2. Ordnung halten
Herumliegende Gartengeräte werden schnell zur Stolperfalle, was 
schlimmstenfalls ins Auge gehen kann. Nach getaner Arbeit gehören sie
deshalb zurück in den Schuppen. Kunstdünger, Giftstoffe und 
Chemikalien lagern außerhalb der Reichweite von Kindern und Tieren. 
Zudem sollten hochstehende Gehwegplatten ausgebessert werden. Im 
Dunkeln helfen Geländer und Beleuchtung, den richtigen Pfad zu 
finden. 

3. Mühelos bewässern
Beim Gießen mit großer Kanne wird sich oft verhoben. Ein Stich in 
Rücken oder Leisten ist ein klares Zeichen für zu viel Gewicht. Eine 
festinstallierte Bewässerungsanlage, computergesteuert oder mit 
Zeitschaltuhr, ist sicherlich die komfortabelste Lösung, aber auch 
kostspielig. Manchmal reichen schon ein Schlauchwagen und der 
langstielige Plastikduschkopf, um das Gießen zu erleichtern. Wer 
Regenwasser auffängt, in Tonne, Brunnen oder Teich, sollte an eine 
Abdeckung beziehungsweise Umzäunung denken, wenn Kinder in der Nähe 
sind. Auch so manche Kleintiere sind darin schon ertrunken.

4. Richtig Rasenmähen
Vor dem Mähen lohnt sich der Blick auf den Rasen: Sind alle 
Gegenstände und Steinchen beseitigt? Falls dennoch mal etwas 
Sperriges die Messer stoppt, darf es nur bei ausgestelltem Motor und 
mit Gartenhandschuhen entfernt werden. Durchgeschnittene Kabel 
hingegen müssen komplett ausgetauscht werden. Eigenmächtiges Flicken 
ist tabu, genauso wie das Rasenmähen bei Nässe.

5. Festen Halt auf Leitern finden
Benutzungsfehler bringen viele Leitern zu Fall. Stufenstehleitern 
beispielsweise bieten nur festen Halt, wenn sie aufgeklappt sind. 
Anlegeleitern wiederum sollten mindestens einen Meter über die 
Anlegekante hinausragen. Alle Leitern müssen zudem gegen Abrutschen 
gesichert sein: auf Asphalt, Steinplatten oder Beton mit Gummifüßen, 
auf Wiesen oder erdigem Untergrund mit mindestens sieben Zentimeter 
langen Stahlspitzen. Bei der Arbeit auf der Leiter sollte man sich 
auch nicht verrenken. Sicherer ist es, häufiger abzusteigen und die 
Leiter umzustellen.

6. Gelenkschonend gärtnern
Aus Bequemlichkeit wird sich häufig schnell mal eben gebückt, um das 
Unkraut auszureißen. Doch diese Haltung geht ins Kreuz und in die 
Beine. Wesentlich komfortabler lässt es sich mit Knieschonern, 
höhenverstellbarem Gartenhocker oder einer Kniebank arbeiten. Auch 
ergonomische und gepolsterte Griffe an Spaten, Rechen und Kultivator 
bewähren sich auf Dauer. Untersetzer auf Rollen, Schubkarren aus 
Plastik, Blumentöpfe aus Kunststoff oder Glasfaser statt Terrakotta 
erleichtern wiederum den Transport.

7. Das richtige Maß wählen
Beim Blick auf die Nachbarschaft wird manchmal der Ehrgeiz geweckt. 
Dennoch ist es wichtig, Pausen einzulegen. Das Gärtnern sollte eine 
Freude bleiben. Wem es zu viel wird, kann Hilfe annehmen, den Garten 
verkleinern oder pflegeleichter gestalten. Der Baumschnitt lässt sich
von Profis durchführen. Hochbeete kann man im Sitzen bearbeiten. Wer 
keine Lust aufs alljährliche Pflanzen und das regelmäßige Rasenmähen 
hat, wählt Immergrün und Bodendecker. Und wer zum guten Schluss auf 
seine grüne Oase anstoßen möchte, sollte dies unbedingt erst nach 
getaner Arbeit tun.
 

"Falls es dennoch zu einer Verletzung kommt, ist es ratsam, entsprechend versichert zu sein", sagt Unfallexperte Dreisow. "Häufig beobachten wir gerade im Frühjahr vermehrt Oberschenkelhalsbrüche bei Senioren, die die Folge eines unglücklichen Sturzes bei der Gartenarbeit sind." Für die nächsten Wochen ist dann fremde Hilfe schon bei den einfachsten Tätigkeiten im Haushalt nötig. Die Unfallversicherung der Basler Versicherungen mit dem Baustein "SofortHilfe" ist in diesem Fall eine clevere Vorsorgelösung, mit der man bei plötzlicher Hilfsbedürftigkeit schnelle Unterstützung erhält. Noch besser wäre es, die Grundregeln des Gärtners zu berücksichtigen und unfallfrei die neue Saison zu genießen.

Über die Basler Versicherungen

Die Basler Versicherungen mit Sitz in Bad Homburg sind seit fast 150 Jahren auf dem deutschen Markt tätig. Sie bieten Versicherungs- und Vorsorgelösungen in den Bereichen Schaden- und Unfall- sowie Lebensversicherung an. Sie positionieren sich als Versicherer mit intelligenter Prävention, der "Basler Sicherheitswelt". Zusätzlich zur üblichen Versicherungsleistung sind Maßnahmen zur Verhinderung von Schäden fest in die Beratung sowie Produkten und Dienstleistungen verankert. Der Kunde profitiert damit nicht erst beim Eintritt eines Schadens vom Service der Basler Versicherungen, sondern erhält, basierend auf der Erfahrung und dem Wissen des Unternehmens, ein zusätzliches "Plus" an Sicherheit.

Die Basler Versicherungen gehören zur Baloise Group, Basel (Schweiz), und beschäftigen rund 2.000 Mitarbeiter.

Pressekontakt:

Basler Versicherungen
Abteilung Unternehmenskommunikation
Annette Ruhl
Basler Str. 4
61345 Bad Homburg
Telefon +49 (0)6172 13 - 564
Telefax +49 (0)6172 13 - 645
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