Pressemitteilung

Präventionsgesetz passiert den Bundestag

2013-03-21 16:12:36

Saarbrücken (ots) - Am 20. März 2013 passierte das Präventionsgesetz den deutschen Bundestag. Damit könnte ein wichtiger Schritt beim Thema Prävention und Gesundheitsförderung vollzogen worden sein, um den seit 2004 gerungen wird. Gleichzeitig stehen einzelne Punkte des Gesetzes weiter in der Kritik, z. B. durch den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), die Kassenärztliche Bundesvereinigung und Vertreter der Opposition, wobei letztere im Bundesrat aktuell die Mehrheit innehat und das Präventionsgesetz noch kippen kann.

Welche Änderungen geplant sind

Prof. Dr. Bernhard Allmann, Mitglied im Gesundheitsausschuss des Arbeitgeberverbandes deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV), bringt es auf den Punkt: "Geplant sind unter anderem höhere Ausgabenrichtwerte der GKV für Präventionsmaßnahmen bzw. die Einführung von Mindestwerten. So könnte bei Präventionsmaßnahmen gemäß §§ 20, 20a und 20b SGB V der Beitrag von 3,01 EUR je Versichertem im Jahr 2013 auf 6,00 EUR je Versichertem im Jahr 2014 ansteigen." Laut Allmann sind auch Mindestwerte für Leistungen im Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement von 2,00 EUR/je Versichertem (2014) geplant. "Damit würde der Spielraum für Präventionsmaßnahmen zum Beispiel im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung verbessert", so Allmann, Dozent der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (www.dhfpg.de). Offen sei jedoch unter anderem noch die Frage nach der konkreten Finanzierung dieser Mehrausgaben, die nach aktuellem Stand durch die Krankenkassen erfolgen soll.

Angedacht sind auch neue, zusätzliche Aufgaben für die Ärzte in Deutschland, die ihre Patienten in Sachen Prävention mehr beraten und anleiten sollen. So könnte der bisherige "Check-up-35" für Versicherte ab 35 Jahren auf jüngere Zielgruppen ausgedehnt werden. Unabhängig von der weiteren Entwicklung ist laut Prof. Allmann der Umstand, "dass man die Eigenmotivation der Versicherten stärken möchte, selbst und aktiv Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen, als positiv zu bewerten."

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