Pressemitteilung

Manpower Arbeitsmarktbarometer: Einstellungsbereitschaft in Deutschland relativ stabil / Beschäftigungsausblick auf das zweite Quartal 2013 / Arbeitgeber in Deutschland warten Aufschwung ab

2013-03-12 09:35:02

Frankfurt am Main (ots) -

Deutschlands Arbeitgeber reagieren zurückhaltend auf die ersten 
Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung: Die Anzahl der 
Unternehmen, die Neueinstellungen planen, geht sogar leicht zurück. 
Der saisonbereinigte Netto-Beschäftigungsausblick liegt bei +4 
Prozent, so das Ergebnis des Manpower Arbeitsmarktbarometers für das 
zweite Quartal 2013. Im Vergleich zum Vorquartal verringert er sich 
um 1 Prozentpunkt. 

Für den Zeitraum April bis Juni 2013 planen 8 Prozent der über 1.000 
befragten Unternehmen in Deutschland, neue Mitarbeiter einzustellen. 
Trotz der aktuell guten Prognosen für das Wirtschaftswachstum bis 
2014 ist diese Zahl im Vergleich zum Vorquartal um einen Prozentpunkt
gesunken. Der Anteil der Arbeitgeber, die Personal abbauen wollen, 
liegt konstant bei 4 Prozent. Die große Mehrheit der Unternehmen 
plant keine personellen Veränderungen. Ihr Anteil ist um 2 
Prozentpunkte gewachsen und liegt bei 86 Prozent, während 2 Prozent 
der befragten Unternehmen derzeit keine Prognose abgeben möchten. Aus
den Ergebnissen ergibt sich ein saisonal bereinigter 
Netto-Beschäftigungsausblick von +4 Prozent.

"Die Ergebnisse des Arbeitsmarktbarometers zeigen, dass die 
Unternehmen vorsichtig geworden sind", sagt Vera Calasan, Chefin der 
ManpowerGroup. "Zwar sehen manche Experten ein Ende der Finanz- und 
Wirtschaftskrise schon in greifbarer Nähe. Doch die Arbeitgeber 
warten jetzt lieber ab, ob der vorhergesagte Aufschwung auch 
tatsächlich bei ihnen ankommt. Zudem haben wir beobachtet, dass die 
Einstellungsbereitschaft trotz Krise zuletzt relativ konstant war - 
viele Unternehmen sind also personell bereits gut aufgestellt."

Chancen für Finanzexperten steigen weiter

Zu den wenigen Branchen, die vermehrt Neueinstellungen planen, zählt 
wie schon in den Quartalen zuvor der Finanzbereich. Der 
Netto-Beschäftigungsausblick ist dort erneut um einen Prozentpunkt 
gestiegen und erreicht +15 Prozent. Auch im Baugewerbe zeichnet sich 
ein Positivtrend ab, der saisonal bereinigte Saldo steigt von +3 auf 
+7 Prozent. In allen anderen Sektoren verschlechtern sich dagegen die
Beschäftigungsaussichten. Sehr deutlich geschieht das beispielsweise 
im Bereich Handel und Gastronomie, wo der Wert von +9 auf -1 Prozent 
fällt.   

Warnsignale aus Berlin und dem Ruhrgebiet

Regional betrachtet zeigt das Arbeitsmarktbarometer nur im Westen 
Deutschlands nach oben. Der Netto-Beschäftigungsausblick steigt dort 
von +6 auf +9 Prozent. 10 Prozent der dort befragten Unternehmen 
planen, neue Mitarbeiter einzustellen. Das Ruhrgebiet ist hiervon 
allerdings ausgenommen. Dort setzt sich der Negativtrend des ersten 
Quartals 2013 fort, der saisonal bereinigte Saldo sinkt von 0 auf -3 
Prozent. In Norddeutschland bleibt der Ausblick konstant bei +4 
Prozent. Im Süden sinkt der Wert von um zwei Prozentpunkte auf +5, im
Osten fällt er um einen Prozentpunkt auf +1.

Von allen Metropolregionen steht München weiterhin am besten da: Zwar
sinkt der Saldo dort leicht im Vergleich zum ersten Quartal, liegt 
aber immer noch bei +10 Prozent. Berlin kann die positive Entwicklung
des Vorquartals dagegen nicht aufrechterhalten: 9 Prozent der 
Unternehmen in der Hauptstadt rechnen mit einem Personalabbau, der 
saisonal bereinigte Saldo fällt auf einen Wert von -2.

Die Ergebnisse aus dem Manpower Arbeitsmarktbarometer sind auch 
abrufbar unter http://manpowergroup.com/press/meos_landing.cfm. 
Besucher können mit einem interaktiven Tool den aktuellen Stand oder 
die Entwicklung in einzelnen Ländern wahlweise als Kurvendiagramm 
oder auf einer Karte einsehen.

Über das Manpower Arbeitsmarktbarometer (Manpower Employment Outlook 
Survey)

Die ManpowerGroup veröffentlicht jedes Quartal das Manpower 
Arbeitsmarktbarometer. Dafür werden mehr als 66.000 Arbeitgeber in 42
Ländern zu ihren Einstellungs- und Entlassungsplänen im jeweils 
kommenden Quartal befragt. Die Ursprungswerte werden mithilfe einer 
Methode zur Saisonbereinigung von jahreszeitlichen Schwankungen 
befreit. Wie bei Methoden zur Saisonbereinigung üblich, sind die 
saisonal bereinigten Daten als vorläufig zu betrachten, da sie sich 
durch Einbezug neuer Daten nachträglich verändern können.
Die Untersuchung mit dem internationalen Titel Manpower Employment 
Outlook Survey ist die am längsten laufende weltweite Untersuchung 
zur Einschätzung der zukünftigen Arbeitsmarktentwicklung. Die 
Ergebnisse finden weltweit Beachtung bei Ökonomen, 
Arbeitsmarktexperten und Finanzanalysten. Die Studie dient unter 
anderem der Europäischen Kommission regelmäßig als Quelle für ihren 
monatlichen Beobachtungsbericht (monthly monitoring report) über die 
Europäische Arbeitsmarktlage und die soziale Situation in der EU. 

Mehr Informationen zum Manpower Arbeitsmarktbarometer finden Sie 
unter http://www.manpower.de/ueber-manpower/arbeitsmarktbarometer/. 

Mehr Informationen zur ManpowerGroup erhalten Sie unter 
www.manpowergroup.de. 

Pressekontakt:

Faktenkontor GmbH
Juliana Hartwig
Ludwig-Erhard-Straße 37
20459 Hamburg
Tel.: +49 40 253 185-122
E-Mail: juliana.hartwig@faktenkontor.de

Permalink:


http://www.presseportal.de/pm/56465/2431745

ManpowerGroup Deutschland GmbH



Weiterführende Informationen

http://www.manpowergroup.de


Das Presseportal ist ein Service von news aktuell und die Datenbank für Presseinformationen im deutschsprachigen Raum.
www.presseportal.de
Infobox anzeigen/verbergen


Alle Pressemitteilungen