Pressemitteilung

Ja zu Bonusprogrammen, Nein zur Kopfpauschale / IKK classic stellt Umfrage zu Patientenwünschen vor

2013-03-08 11:29:48

Dresden (ots) - Wenn sie so ihren individuellen Beitrag senken könnten, wären 60 Prozent aller Krankenversicherten bereit, an einem Bonusprogramm ihrer Kasse teilzunehmen. 61 Prozent der Bürger würden dafür auch auf Arztbesuche bei leichten Erkrankungen verzichten.

Andere Vorschläge zur eigenen Kostenentlastung, etwa die Einschränkung der freien Arztwahl, höhere Eigenbeteiligungen oder die Reduzierung von Versicherungsleistungen lehnt eine große Mehrheit der Bevölkerung dagegen ab. Hier liegen die Zustimmungswerte nur zwischen 13 und 16 Prozent.

Das geht aus einer repräsentativen Befragung des F.A.Z.-Instituts im Auftrag der IKK classic hervor. Befragt wurden gesetzlich und privat Versicherte nach ihren Wünschen an das Gesundheitssystem.

"Die Studienergebnisse zeigen, dass die Bürger das bewährte System der medizinischen Versorgung hoch wertschätzen und vermeintlich brisante Themen wie Wartezeiten oder Unterversorgung weit gelassener erleben, als es die öffentliche Debatte gelegentlich vermuten lässt", erläutert Gerd Ludwig, Vorstandsvorsitzender der IKK classic. "Zugleich ist die Aufgeschlossenheit für konstruktive Ideen wie Bonusprogramme erfreulich. Diesen Dialog nehmen wir auf und haben unser entsprechendes Angebot zum Jahresbeginn deutlich erweitert."

Mittlere Generation schätzt Bonusprogramme

Offen für Bonusprogramme, wenn sie denn einen finanziellen Vorteil bringen, zeigen sich insbesondere die mittlere Generation im Alter von 30 bis 44 Jahren (71 Prozent) und von 45 bis 59 Jahren (68 Prozent) sowie die Bezieher mittlerer bis höherer Einkommen.

Jüngere Versicherte fordern Beitragsstabilität

Für 61 Prozent aller Befragten haben stabile Versicherungsbeiträge ohne Zusatzbeiträge höchste Priorität. Besonders hohe Zustimmung erzielt diese Forderung bei jüngeren Versicherten von 18 bis 29 Jahren (80 Prozent) und bei Beziehern niedrigerer Einkommen unter 1.000 Euro (77 Prozent).

Absage an "Kopfpauschale"

Keine Mehrheit bei den Bürgern findet der Vorschlag eines einheitlichen Beitrages für jeden Versicherten (Kopfpauschale). Ihm stimmen lediglich 22 Prozent der Befragten zu.

57 Prozent der Versicherten befürworten stattdessen das bisherige System einkommensabhängiger Beiträge.

Ältere für Abschaffung der Privatversicherung

Fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) plädiert zudem für eine Versicherungspflicht aller Bürger in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Dieser Forderung schließen sich 51 Prozent der gesetzlich Versicherten und immerhin 30 Prozent der Privatversicherten an.

Unter den Versicherten ab 45 Jahren findet sich sogar eine Mehrheit für eine allgemeine GKV-Pflichtversicherung (45 bis 59 Jahre: 55 Prozent; ab 60 Jahre: 52 Prozent).

Wenig Terminstress: Gute Noten für die Versorgung

Dem Gesundheitssystem insgesamt stellen die Bürger ein gutes Zeugnis aus. Fast neun von zehn Befragten zeigen sich mit der Qualität der medizinischen Versorgung zufrieden. Unzufriedenheit äußert hingegen lediglich ein Prozent der Menschen.

Auch vermeintlich verbreitete Mängel wie lange Wartezeiten oder Versorgungslücken auf dem Lande stellen sich den Patienten weniger dramatisch dar.

So geben acht von zehn Versicherten an, bei ihrem Arzt auch kurzfristig Termine zu erhalten. Die gute Erreichbarkeit ihres Arztes bestätigen 76 Prozent aller Patienten.

Hohe Zufriedenheit mit Ärzten

Von ihren Medizinern wünschen sich die Bürger in erster Linie gute Kommunikation.

95 Prozent der Befragten möchten, dass sich ihr Arzt Zeit nimmt, um ihnen alles verständlich zu erklären, fast ebenso viele, dass die Ärzte ihre Meinung berücksichtigen.

Die Wirklichkeit kommt diesen Wünschen nah: 84 Prozent der Patienten fühlen sich vom Arzt ernst genommen. Mit der Zeit, die er ihnen widmet und mit seinen Erklärungen sind rund 82 Prozent zufrieden.

Wert legen die Bürger auf gutes Praxismanagement: freundliche Sprechstundenhilfen (89 Prozent), kurze Wartezeiten (87 Prozent) und angenehmes Ambiente (69 Prozent) sind ein Indikator für die Qualität der ärztlichen Leistung.

Krankenkassen: Räumliche Nähe nach wie vor gefragt

Auf der Wunschliste an die Krankenversicherung setzen die Befragten an erster Stelle die Hilfe bei Behandlungsfehlern (84 Prozent) und den persönlichen Ansprechpartner (63 Prozent).

Trotz Internet und Telekommunikation spielt zudem für eine große Mehrheit von 61 Prozent die Erreichbarkeit einer Geschäftsstelle in der Nähe eine bedeutende Rolle. Besonders wichtig ist dieser Service für chronisch Kranke (73 Prozent).

Pressekontakt:

Michael Förstermann
Pressesprecher
Tel. 0351 4292-12500
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