Pressemitteilung

Internationaler Frauentag: "Null Toleranz für sexuelle Gewalt" CARE: Weltweit werden sieben von zehn Frauen im Laufe ihres Lebens vergewaltigt, geschlagen oder misshandelt

2013-03-07 08:30:00

Bonn (ots) - Im Vorfeld des internationalen Frauentages am 8. März fordert die Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg mehr Einsatz und politisches Bekenntnis für den Kampf gegen sexuelle Gewalt. Generalsekretär Karl-Otto Zentel mahnte: "Jedes Programm zur Armutsbekämpfung muss gewaltsames Verhalten gegenüber Frauen und tradierte Geschlechterrollen bekämpfen."

Sieben von zehn Frauen weltweit würden im Laufe ihres Lebens vergewaltigt, geschlagen oder misshandelt, erinnert Zentel. "Dabei werden das Leben und die Gesundheit der Frau verletzt, aber zudem auch ihre Familie und die ganze Gemeinde schwer getroffen. Und das hemmt die Entwicklung." Weltweit müsse deshalb gelten: Null Toleranz für sexuelle Gewalt.

Das Jahr 2015 markiert das Ende der Millenniumsentwicklungsziele, auf die sich die Weltgemeinschaft im Jahr 2000 geeinigt hat. "Die danach folgende Entwicklungsagenda muss das Problem von sexueller Gewalt deutlicher in den Fokus rücken", so CARE-Generalsekretär Zentel. Das dritte Millenniums-Entwicklungsziel sieht vor, die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern und Frauen zu stärken. Konkret wird in dem Ziel die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen in den Bereichen Bildung, Beschäftigung und politische Teilhabe angesprochen, nicht aber sexuelle Gewalt. "Ohne einen entschlossenen gemeinsamen Kampf gegen sexuelle Gewalt und einen Bewusstseins- und Verhaltenswandel werden wir viele Entwicklungsziele nicht erreichen oder ausbauen können", warnt Zentel. "Weltweit müssen sich die Bilder von Männlichkeit ändern. Dieser Prozess muss Männer aktiv mit einbinden - ob es nun Politiker, Väter, Ehemänner oder Jungen sind."

Sexuelle Gewalt ist eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen weltweit. Trotzdem wird sie oft dramatisch unterschätzt. Ein Milliarde Frauen werden im Laufe ihres Lebens Opfer sexueller Gewalt. Auch in Deutschland ist davon Schätzungen zufolge eine von sieben Frauen betroffen. Im Jahr 2012 setzte sich CARE in über 260 Projekten und 50 Ländern gegen sexuelle Gewalt ein. In Kambodscha hat CARE zusammen mit der Polizei eine neue, kostenlose Telefonhotline gestartet. Damit sollen die Unterstützung und der Schutz für Opfer sexueller Gewalt verbessert werden. Auf dem Balkan arbeitet CARE besonders mit jungen Männern, damit sich gewalttätiges Benehmen gegenüber Frauen in der neuen Generation nicht fortsetzt.

Für den weltweiten Einsatz gegen sexuelle Gewalt benötigt CARE Unterstützung und bittet um Spenden: Spendenkonto 4 40 40 Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 50 198 Onlinespenden unter www.care.de/spenden.html

Pressekontakt:

Rückfragen bitte an:
CARE Deutschland-Luxemburg e.V.
Sabine Wilke
Telefon: 0228 / 97563 46
Mobil: 0151 / 147 805 98
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