Pressemitteilung

Der Heimkehr entgegen tanzen / 66. Hilfseinsatz des Friedensdorfes für Kinder in Afghanistan steht an

2013-02-08 14:12:14

Dinslaken (ots) - Bei der Abschiedsfeier im Friedensdorf am Mittwoch (6.2.) hatten sie alle gemeinsam ausgelassen getanzt und damit ihre Freude auf das bevorstehende Ereignis ausgedrückt: ihre Heimkehr.

Nach mehreren Monaten in Deutschland, während derer die Mädchen und Jungen medizinische Hilfe erhielten, die sie in ihrer Heimat nicht bekommen konnten, werden sie von einem Team aus deutschen Friedensdorf-Mitarbeitern und ausländischen Friedensdorf-Partnern am Samstag (16.2.) in ihre weit entfernten Heimatländer zurückgebracht. Dort erwarten ihre Eltern sie bereits sehnsüchtig. Wie gewohnt stehen auch beim 66. Afghanistan-Hilfseinsatz die zentralasiatischen Länder Usbekistan und Tadschikistan sowie die Kaukasusstaaten Armenien und Georgien auf dem Flugplan, um dort Kinder in ihre Heimat zu entlassen.

Bevor jedoch die Mädchen und Jungen ihre Verwandten wieder in die Arme schließen können, wird sich das Charterflugzeug der Airline East Air in umgekehrter Richtung auf den Weg machen, um neue Patienten nach Deutschland zu bringen und auch ihnen einen Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen, der ihnen andernfalls verwehrt bliebe. Am Mittwochabend (13.2.) wird die Maschine am Düsseldorfer Flughafen erwartet. Erstmals soll dann auch ein Kind aus Kirgisistan dabei sein, das dringend medizinische Hilfe benötigt.

Verschärfte Bedingungen bei der Visaausstellung in Afghanistan

Während die Anzahl der usbekischen, tadschikischen, armenischen und georgischen Kinder bereits feststeht, darf man gespannt sein, wie viele afghanische Patienten in der kommenden Woche deutschen Boden betreten werden. Denn die bürokratischen Anforderungen, die die Deutsche Botschaft in Kabul inzwischen zur Ausstellung der Visa vorgibt, sind immens gestiegen. Erst kurz vor dem Abflugtermin wird bekannt sein, ob tatsächlich allen Visaanträgen stattgegeben wurde und die gesamte Kindergruppe somit für die Zeit ihrer medizinischen Heilbehandlung nach Deutschland einreisen darf. Das Friedensdorf bedauert die verschärften Vorgaben vor allem deswegen sehr, weil der bürokratisch aufwendige Prozess auf dem Rücken der Kinder und ihrer Familien ausgetragen wird. Seit rund 25 Jahren ist das Friedensdorf in Afghanistan aktiv und unterhält eine vertrauensvolle Beziehung zu seiner dortigen Partnerorganisation, dem "Afghanischen Roten Halbmond". Vor diesem Hintergrund und angesichts der dramatischen humanitären Situation in Afghanistan hoffen die Mitarbeiter beider Länder sehr, die Hilfe für bedürftige Kinder uneingeschränkt fortsetzen zu können.

Die Kosten für den Charterflug werden auch bei diesem 66. Hilfseinsatz wieder von den "Sternstunden" - der Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks - übernommen.

Pressekontakt:

Friedensdorf International
Wolfgang Mertens / Jasmin Bongards
Tel.: 02064/49740
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