Pressemitteilung

Fachkräfte-Notstand: Drei von vier Kliniken kranken an fehlendem Personalmanagement

2013-01-17 08:00:08

Walldorf (ots) - Der Mangel an qualifiziertem Fachpersonal stellt Deutschlands Krankenhäuser vor immer größere Herausforderungen. Nach Expertenschätzungen fehlen inzwischen 4.000 Ärzte sowie 3.000 Pflegekräfte. Doch 75 Prozent der Kliniken verzichten auf eine zentrale Steuerung, Personal zu halten und zu fördern. Gleichzeitig ist ein professionelles Personalreporting, das gesicherte Aussagen beispielsweise über Fluktuationsquoten, Qualifikationen, Krankenstand oder Überstunden von Ärzten oder Pflegern zulässt, zumeist nicht etabliert. Dies zeigen Marktbeobachtungen von ROC Deutschland.

Die Suche nach medizinischem Personal gleicht inzwischen der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen. Eine freie Pflegestelle zu besetzen dauert beispielsweise im Durchschnitt 115 Tage. Ziel der Kliniken muss es daher sein, die Fluktuation des Stammpersonals möglichst gering zu halten und die Mitarbeiter weiter zu qualifizieren. Doch die Krankenhäuser stehen bereits vor teilweise unlösbaren Herausforderungen, wenn es zum Beispiel darum geht, zuverlässig zu ermitteln, wie viele Oberärzte das Unternehmen im Vorjahr verlassen haben und warum. Kennzahlen, die über solche Planungskriterien Aufschluss geben, fehlen ganz oder sind nur unter großem Aufwand manuell zu ermitteln.

"Die Personaler stochern zu oft im Nebel, wenn sie konkrete Zahlen zur personellen Situation in ihren Kliniken liefern sollen", sagt Karin Lehr, Leitung HCM Classic Consulting bei der Unternehmensberatung ROC Deutschland. "Das Krankenhaus-Management kann damit beispielsweise nicht überblicken, in welchen Bereichen aktuell oder zukünftig Handlungsbedarf besteht. Diese Situation können sich die Kliniken angesichts des Fachkräftemangels nicht leisten."

Betroffen sind vor allem größere Krankenhausverbünde und Klinikketten, die aus Zusammenschlüssen entstanden sind. Bei der Fusion wird oft versäumt, ein einheitliches Reporting zu schaffen. Stattdessen werden die alten Prozesse und Strukturen in den Personalabteilungen beibehalten. Die Folge: Kennzahlen für das Gesamtunternehmen können mit vertretbarem Aufwand nicht ermittelt werden.

"Die Arbeit der Personalabteilungen ist in der Regel darauf reduziert, die Gehälter ordnungsgemäß und pünktlich abzurechnen. Das HR-Management ist jedoch ebenso gefordert, die zentrale Steuerung zu übernehmen, wenn es darum geht, Personal zu halten und zu fördern. Dass diese Aufgaben über die Zukunftsfähigkeit von Kliniken entscheiden, dafür fehlt zu oft noch das Bewusstsein", ergänzt Lehr.

Hintergrundinformationen  

ROC ist das weltweit führende Consultinghaus für SAP Human Capital Management (HCM). 1998 in Großbritannien gegründet, beschäftigt ROC mittlerweile mehr als 250 Berater, die für Kunden rund um den Globus mithilfe von SAP-Technologie Lösungen entwickeln, die den gesamten Mitarbeiterlebenszyklus abbilden. Alle ROC-Berater verfügen dabei stets über profunde Kenntnisse im Bereich der verschiedenen Industrien, des HR-Managements als auch der dahinterliegenden SAP-Plattformen und Technologien.

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