Pressemitteilung

Paracetamol als besonders nebenwirkungsarm bestätigt

2013-01-10 10:45:00

München (ots) - Bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf Systems, insbesondere bei Herzinsuffizienz, sollte Paracetamol als initiales Mittel gegen Schmerzen eingesetzt werden. Darauf verweist der Schweizer Medizin-Professor Michel Burnier in einer aktuellen Veröffentlichung. Eine Behandlungsempfehlung des American College of Rheumatology (ACR) sieht Paracetamol auch als sicheres und wirksames Medikament bei der Schmerzbehandlung von Arthrosepatienten.

Der Wirkstoff Paracetamol zählt zu den weltweit am häufigsten eingesetzten Schmerzmitteln. Dies liegt auch daran, dass Paracetamol als besonders nebenwirkungsarm gilt. Gerade ältere Patienten, die häufig an kardiologischen und kardiovaskulären Erkrankungen leiden, haben mit Paracetamol eine Alternative zu Nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) und auch zu den selektiven Cycloxyygenase COX-2-Hemmern (Coxibe). Weil Paracetamol ein sicherer und wirksamer Arzneistoff ist, empfiehlt ihn das ACR in seinen kürzlich überarbeiteten Richtlinien auch zur Schmerzbehandlung von Arthritis an Knie und Hüfte.

Vor allem Patienten mit Erkrankungen des Herz- und Gefäßsystems sollten, falls möglich, auf die Einnahme von NSAR (z.B. ASS, Ibuprofen) verzichten. Laut einer zu diesem Thema publizierten schwedischen Bevölkerungsstudie (Merlo J. et al. Association of outpatient utilisation of non-steroidal anti-inflammatory drugs and hospitalised heart failure in the entire Swedish population. Eur J Clin Pharmacol.2001;57:71-75.) erhöht sich durch diese Wirkstoffe die Notwendigkeit einer stationären Behandlung aufgrund von Herzinsuffizienz. Dabei gelten die Arzneimittel nicht von vornherein als Grund für eine Herzschwäche, aber sie können das Auftreten einer solchen bei Patienten mit Vorbelastung begünstigen. In 283 schwedischen Gemeinden wurde der tägliche Arzneimittelkonsum in DDD (Daily Defined Dosis) pro 1.000 Einwohner gemessen. Anschließend erfolgte eine Korrektur nach denjenigen Faktoren, die sowohl das Herzinsuffizienzrisiko als auch die NSAR- bzw. Paracetamol-Einnahme beeinflussen können.

Das Ergebnis: Bei älteren Menschen, die bereits an Herzinsuffizienz litten, erhöhte sich das Risiko, stationär deswegen behandelt werden zu müssen, durch die Einnahme von NSAR um etwa acht Prozent. Paracetamol zeigte hingegen sogar einen positiven Effekt in dieser Patientengruppe. Bei älteren, kardiovaskulär vorbelasteten Menschen, die Paracetamol einnahmen, verringerte sich das Risiko einer Einweisung ins Krankenhaus aufgrund von Herzinsuffizienz um fünf Prozent.

Dass NSAR bei älteren Patienten mit kardiologischen Problemen nur mit Vorsicht einzusetzen sind, ist keine neue Erkenntnis. Als hoffnungsvolle Alternative, da mit weniger Nebenwirkungen behaftet, wurden die Coxibe entwickelt. Diese haben allerdings, so hatte sich auch im Rahmen von Einzelfallberichten ergeben, einen ungünstigen Effekt auf die Nierenfunktion oder führten sogar zu Nierenversagen. Auch für ein erhöhtes Risiko von thromboembolischen Ereignissen wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle, sollen selektive COX-2-Inhibitoren verantwortlich sein. Die Studienlage zu diesem Thema ist jedoch widersprüchlich, die Fachwelt ist sich aktuell noch uneins. Klar sei hingegen, dass Paracetamol eine sichere Alternative für Patienten sowohl mit entzündlichen Gelenkerkrankungen als auch mit kardiologischer Vorbelastung ist, so der Mediziner Professor Dr. med. Michel Burnier.

Originalquellen: American College of Rheumatology, Arthritis Care & Research, Vol. 64; http://ots.de/QXwWU

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