Pressemitteilung

Klimakonferenz in Doha: "Mini-Kompromiss ist ein Schlag ins Gesicht für die ärmsten Menschen"

2012-12-08 23:00:52

Bonn/Doha (ots) - "Der Mini-Kompromiss in Doha ist ein Schlag ins Gesicht für die Menschen in den ärmsten Staaten dieser Welt, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben und am meisten von seinen Auswirkungen betroffen sind", sagte Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von CARE Deutschland-Luxemburg e.V. nach dem heutigen Abschluss des Weltklimagipfels in Doha. Trotz der Einigung auf eine Verlängerung des Kyoto-Protokolls bis 2020 sind die Ergebnisse weit hinter den Erwartungen zurück geblieben. "Für viele Entwicklungsländer sind die Auswirkungen des Klimawandels bereits jetzt Realität. Häufiger auftretende Dürren oder Fluten kosten unzählige Menschenleben, verschärfen die Armut und schränken die Chancen auf ein besseres und würdevolleres Leben für kommende Generation ein. Der Klimawandel entwickelt sich immer mehr zur größten sozialen Ungerechtigkeit unserer Zeit", so Zentel.

Der ausbleibende politische Ehrgeiz in Doha hat den Weg für eine Erderwärmung von 4 bis 6 Grad bis zum Ende dieses Jahrhunderts freigemacht. Unzureichende Zusagen, Emissionen zu senken und Entwicklungsländer bei der Anpassung an den Klimawandel finanziell zu unterstützen, führten damit in eine "neue Ära" des Klimawandels, so Zentel. In dieser "neuen Ära" würde - etwa mit dem zögerlichen Aufbau eines internationalen Mechanismuses bei Schäden durch den Klimawandel - anerkannt, dass es für Anpassung häufig bereits zu spät ist und die Industrieländer hierfür die Verantwortung übernehmen müssen.

"Die Industrieländer sind ohne konkrete Angebote für die Finanzierung der Schadensminderung im Gepäck nach Doha gereist. Die Lücke zwischen den notwendigen Maßnahmen und dem fehlenden politischen Ehrgeiz klafft größer denn je", sagte Zentel. Die aktuellen und fortlaufenden Verzögerungen in den Klimaverhandlungen resultieren damit in Schäden, die katastrophale Auswirkungen für die Entwicklung derzeitiger und zukünftiger Generationen haben werden. "Die Industriestaaten müssen jetzt einen Gang zu legen, um bei den Klimaverhandlungen in Warschau nächstes Jahr ein besseres Ergebnis zu erzielen. Die Minister und ihre Regierungen müssen neue und konkrete Vorschläge auf den Tisch legen, um einen sichereren Planeten für alle Menschen zu schaffen."

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