Pressemitteilung

Hämoglobin-Spray überzeugt bei der Behandlung chronischer Wunden / Auf dem Kölner WundCongress 2012 wurden überzeugende Studienergebnisse zum neuen Hämoglobin-Spray Granulox vorgestellt

2012-11-27 12:13:43

Köln/Starnberg (ots) - Neueste Studiendaten sprechen dafür, dass das Hämoglobin-Spray Granulox die Wundheilung bei chronischen Wunden signifikant verbessern kann. Auch Wundmanager berichteten auf dem WundCongress in Köln von enormen Behandlungserfolgen.

Chronische Wunden sind ein echtes Sorgenkind der Medizin. Trotz guter Versorgung leben in Deutschland mehrere Millionen Menschen mit chronischen Wunden, die zum Teil über Jahre oder gar Jahrzehnte bestehen. Offenbar reichen bei vielen Patienten herkömmliche Verfahren wie etwa die feuchte Wundbehandlung - der derzeitige Goldstandard - nicht aus, um langfristig eine Besserung zu erreichen.

Das könnte sich nun ändern. Wie eine Studie der Dermatologischen Klinik der Prager Karls-Universität zeigt, konnte das Hämoglobin-Spray Granulox signifikante Behandlungserfolge im Vergleich zur Placebo-Gruppe erzielen. Bei der Studie handelte es sich um eine monozentrische prospektive, kontrollierte, randomisierte einfach-verblindete Studie. Insgesamt 72 Patienten mit chronischem Ulcus cruris, der im Durschnitt seit zwei Jahren bestand, wurden in die Studie eingeschlossen - und in zwei Gruppen aufgeteilt. Während die 36 Patienten der Gruppe 1 über 13 Wochen täglich mit dem Hämoglobin-Spray behandelt wurde, erfolgte die Behandlung in der Kontrollgruppe im gleichen Zeitraum mit einer Kochsalz-Lösung. Primärer Endpunkt war die Veränderung der Wundfläche über den Behandlungszeitraum. Dabei wurden nach Auskunft von Studienleiter Prof. Dr. med. Petr Arenberger die Wundfläche gemessen und die Wundqualität anhand verschiedener Parameter beurteilt, etwa Wundbelag, nekrotisches Gewebe und Granulationsgewebe. Ebenso wurde die Schmerzreduktion nach VAS-SchmerzScore erfasst.

"Durch die topische Applikation der Hämoglobinlösung konnten wir einen signifikanten Einfluss auf die Wundheilung feststellen", sagte Prof. Arenberger. "Unabhängig von der Wundgröße zeigte die Mehrzahl der Wunden eine kontinuierliche Heilungstendenz sowie eine im Durchschnitt doppelt so hohe Abheilungsgeschwindigkeit." Nebenwirkungen seien nicht beobachtet worden. "Das Hämoglobinspray ist eine einfache und wirksame Therapieergänzung. So ein neuer Behandlungsansatz hat uns bislang gefehlt", so das Fazit des Dermatologen. Der Moderator der Sitzung, Dr. Alexander Risse aus Dortmund, bat einen der Referenten, Prof. Joachim Dissemond vom Universitätsklinikum Essen um Einschätzung der Studienqualität. Dissemond bewertete die Studie als Besonderheit, es gäbe im Bereich der Wundversorgung bislang leider kaum Studien dieser Güte.

Das neue Verfahren berücksichtigt die Tatsache, dass bei den meisten chronischen Wunden ein Sauerstoffmangel (Hypoxie) vorliegt. Die im Hämoglobin-Spray enthaltenen natürlichen wasserlöslichen Hämoglobine sind in der Lage, auch außerhalb der Erythrozyten Sauerstoffmoleküle zu transportieren und so die Wunde mit dem zur Wundheilung dringend benötigten Sauerstoff zu versorgen. "Das Hämoglobin verteilt sich gleichmäßig im Wundexsudat, bindet den Luftsauerstoff und transportiert ihn zum Wundgrund", erläuterte Michael Sander, Geschäftsführer des Granulox-Herstellers SastoMed. "Weil dies kontinuierlich über bis zu 72 Stunden geschieht, können erhebliche Mengen Sauerstoff zur Verfügung gestellt werden - rechnerisch transportiert 1 Gramm Hämoglobin bis zu 1 Liter Sauerstoff pro Tag. Damit wird klar, warum Wunden in allen Heilungsphasen so massiv von Granulox profitieren - denn weit über 90 Prozent aller Wunden leiden unter Sauerstoffmangel. Diesen Engpass können wir nun dank Granulox endlich überwinden."

Nesat Mustafi, Leiter der Wundambulanz am Krankenhaus Nordwest in Frankfurt am Main, stellte im Anschluss mehrere Behandlungsfälle vor und betonte, dass das Spray gerade auch für die mit ihm kooperierenden ambulanten Pflegedienste leicht anwendbar sei. Der Wundexperte hat seit Einführung des Sprays im April 2012 bereits über 200 Patienten mit chronischen und akuten Wunden unterschiedlichster Ursachen mit dem Hämoglobin-Spray behandelt. Anfangs sei er dem Spray gegenüber selbst skeptisch gewesen. "Doch die Heilungserfolge sind einfach zu bestechend", so der Wundmanager.

Auch Kongressteilnehmer verwiesen auf positive Erfahrungen, sowohl in Kliniken als auch in Praxen im niedergelassenen Bereich, wo es erstattungsfähig verordnet werden kann. Die Einsatzbreite beziehe sich neben den unterschiedlichsten Behandlungsorten aber auch auf verschiedene Indikationen: Neben Unterschenkelgeschwüren venöser Genese werden auch arteriell bedingte Ulcera, Diabetisches Fußsyndrom, Decubitalulcera und Akutwunden erfolgreich mit Hämoglobin behandelt.

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