Pressemitteilung

Fachkräfte gesucht / Deloitte-Studie: Personalverantwortliche müssen in Krankenhäusern strategisch planen

2012-11-26 09:44:54

Düsseldorf / München (ots) - Die Personalabteilungen in deutschen Krankenhäusern befinden sich im Wandel: Ihrem Aufgabenbereich kommt eine immer größere strategische Bedeutung zu. Anstelle der reinen Verwaltung treten zunehmend eine effiziente Planung und ein anspruchsvolles Zeitmanagement. Das zeigt die aktuelle Deloitte-Studie "Rollen von Fach- und Führungskräften im Krankenhaus der Zukunft - Herausforderungen für das Personalmanagement". Viele Krankenhäuser kämpfen mit unbesetzten Stellen gerade dort, wo qualifizierte Fachkräfte besonders rar sind. Hauptgrund ist der demographische Wandel - der Ärztebedarf wird größer, die Anzahl älterer Menschen steigt ebenso wie Patienten mit komplexen Erkrankungen, und auf der anderen Seite fehlt der Nachwuchs. Deloitte hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Change Management und Innovation (CMI) sowie dem Institut für Marketing und Entrepreneurship (IME) der Hochschule Esslingen Personalleiter und Geschäftsführer deutscher Kliniken zu ihrer Einschätzung des Personalmarkts befragt.

"Die aktuelle Lage bei der Gewinnung dringend benötigter Fachkräfte in Krankenhäusern rührt auch von den Erwartungen und der Lebensplanung der jungen Generation her, der sogenannten Generation Y. Sie legt deutlich mehr Wert auf eine ausgewogene Work-Life-Balance. Die Führungskräfte der alten Generation müssen sich damit auseinandersetzen und neue Lösungen suchen", kommentiert Dr. Gregor-Konstantin Elbel, Partner Healthcare bei Deloitte.

Insbesondere bei patientennahen Tätigkeiten sind gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und zur Mitarbeitergewinnung erforderlich. Kliniken sollten daher einen besonderen Fokus darauf legen, als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.

Gesucht: Assistenzärzte

Restrukturierung, demographische Entwicklung, ständiger Kostendruck - es gibt viele Gründe dafür, dass Krankenhäuser immer größere Schwierigkeiten haben, geeignetes Führungspersonal zu finden. Das gilt vor allem für Assistenzärzte und Pflegestellen mit Fachweiterbildung. Dabei bleiben die Assistenzarztstellen deutlich länger unbesetzt als die Stellen in der Pflege. Der Durchschnitt liegt bei den Ärzten zwischen drei und sechs Monaten, in der Pflege bei drei Monaten.

Knappe Budgets, knappe Bewerber

Häufiger Grund für die schleppende Besetzung freier Stellen ist ein Mangel an geeigneten Bewerbern - aber auch knappe Budgets sorgen dafür, dass Positionen unbesetzt bleiben. Daneben bereitet die Fluktuation vielen Personalchefs Sorgen. So liegt die entsprechende Quote bei Ärzten im Schnitt bei 2,5 bis zu 5 Prozent, in der Pflege schwankt die Zahl zwischen 2,5 und 10 Prozent.

Konkurrenz erschwert das Geschäft

Kann durch eine effizientere Planung der Überlastung der Mitarbeiter noch wirksam vorgebeugt werden, so bleiben eingeschränkte Vergütungsmöglichkeiten und hohe Anforderungen ein Problem bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter, die für die Mehrheit der Befragten noch deutlich problematischer ist als die Bindung bestehender Fachkräfte. Die größte Hürde sehen die Verantwortlichen dabei in der Konkurrenzsituation, in der sich die Krankenhäuser untereinander befinden.

Keine langfristige Strategie

Für die Geschäftsführer steht bei der Planung kommender Geschäftsjahre die Investitions- und Finanzplanung im Vordergrund, direkt dahinter folgt die Personalplanung. Die Hauptschwächen sehen die Geschäftsführer dabei jedoch im Fehlen einer langfristigen Strategie und einer unprofessionellen Rekrutierung.

Neue Generation von Führungskräften

Gebraucht wird eine neue Generation von Führungskräften. Die erforderlichen Qualifikationen liegen vor allem im Bereich Führungskompetenz und Soft Skills - hier herrscht noch erheblicher Schulungs- und Ausbildungsbedarf. Um die begehrten Kräfte zu gewinnen, gehen die Personalverantwortlichen der Krankenhäuser heute deutlich früher auf potenzielle Bewerber zu. Auch spielen Infrastruktur-Angebote wie Kindertagesstätten sowie flexible Arbeitszeiten eine zentrale Rolle. Wenn es um die Mitarbeiterbindung geht, stehen Weiterbildungsmöglichkeiten im Fokus - und ebenfalls ein familienfreundliches Arbeitsumfeld.

Maßnahmen überwiegend erfolgreich

Die bislang umgesetzten Maßnahmen werden von 64 Prozent der Befragten als erfolgreich bezeichnet, je 18 Prozent können noch keinen Effekt erkennen oder geben an, die Maßnahmen hätten sich nicht bewährt. In die letztgenannte Kategorie fallen vor allem Sport- und Gesundheitsangebote. Die Themen Weiterbildung und Familienfreundlichkeit hingegen kommen gut an.

Fazit

In den nächsten Jahren werden sich die Verantwortlichen vor allem mit Personalrekrutierung und Personalbedarfsplanung befassen. Dabei zeigt die Studie, dass strategische Themen des Personalmanagements durchaus nicht überall ganz oben auf der Prioritätenliste stehen - obwohl der Fachkräftemangel heute bereits so gut wie alle Kliniken beschäftigt.

"Was für Krankenhäuser noch ungewohnt sein mag, gewinnt angesichts der heutigen und vor allem der künftigen Situation an Bedeutung: Die Verantwortlichen werden sich stärker bemühen müssen, die hohe Attraktivität als Arbeitgeber für ihr Haus sicherzustellen und auch im Bewerbermarkt zu vermitteln. Und sie sollten eine entsprechende Personalstrategie erarbeiten, in die alle Maßnahmen eingebettet sind", schließt Dr. Gregor-Konstantin Elbel.

Den kompletten Report finden Sie hier (http://ots.de/Jts07) zum Download.

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