Pressemitteilung

Kindernothilfe sieht erste Erfolge, hofft aber auf weitere Anstrengungen - Aids auch in Zukunft nachhaltig bekämpfen

2012-11-22 11:32:46

Duisburg/Berlin (ots) - Die Bekämpfung von Aids in den ärmsten Ländern der Erde macht endlich Fortschritte - nicht zuletzt dank der finanziellen Unterstützung westlicher Staaten. "Wir begrüßen, dass der Bundestag 200 Millionen Euro für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids-, Malaria- und Tuberkulose in den Haushalt 2013 eingestellt hat", sagt Frank Mischo, Aids-Experte der Kindernothilfe. "Der Globale Fonds ist als Hauptinstrument zur Aidsbekämpfung effektiv und erfolgreich. Gut, dass die Politik das jetzt auch anerkennt", so Mischo.

Der größte Erfolg des Globalen Fonds liegt aus Sicht der Kindernothilfe darin, dass die Zahl der HIV-Infektionen von Babys durch ihre Mütter drastisch gesenkt werden konnte: "Die Mutter-Kind-Übertragung ist für 90 Prozent der Infektionen von Kindern unter 15 Jahren verantwortlich. Dort konnte schon durch den Ausbau der Tests und der Medikamentenversorgung ein Rückgang der neu infizierten Kinder von 570.000 auf 330.000 pro Jahr erreicht werden", erklärt Mischo. Mit mehr Finanzmitteln könnte dieser Rückgang allerdings noch weiter beschleunigt und - wie in Deutschland - fast bis auf Null zurückgeführt werden. Besonders die ärmsten Länder, in denen die Kindernothilfe ihre Projektarbeit durchführt, profitieren von diesen positiven Entwicklungen. Weitere Finanzmittel sind aber auch zum Ausbau der erfolgreichen Aidspräventionsprogramme, zur Schaffung eines Zugangs für kindgerechte Medikamente und zur Unterstützung der weltweit mittlerweile 16,6 Millionen Aidswaisen notwendig.

Zurzeit erhöhen bereits viele der am meisten von HIV/Aids betroffenen Länder ihr Engagement. "Durch die 200 Millionen Euro können weitere Fortschritte in der Aidsbekämpfung erreicht werden. Um den gerechten Zugang zu Prävention, Medikamentenversorgung und Unterstützung weltweit zu erreichen, sind aber mehr als 400 Millionen Euro pro Jahr als fairer Anteil Deutschlands für die kommenden Jahre notwendig", erläutert Frank Mischo die Forderungen der "Versprechen halten"-Kampagne der Kindernothilfe und des bundesweiten Aktionsbündnisses gegen Aids. Ansonsten werde die historische Chance verpasst, an die aktuellen Erfolge anzuknüpfen und dadurch Aids vollständig innerhalb von einer Generation zu besiegen.

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Kontakt:

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Stellv. Pressesprecher
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Tel. 0203.7789-242
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