Pressemitteilung

IKK e.V. : Die Solidarsysteme brauchen eine verlässliche Finanzplanung / Innungskrankenkassen gegen Schnellschüsse der Koalition

2012-11-05 12:37:27

Berlin (ots) - Abschaffung der Praxisgebühr, Senkung des Steuerzuschusses für den Gesundheitsfonds: Für die Innungskrankenkassen sind die jetzt getroffenen Entscheidungen des Koalitionsausschusses zu kurz gegriffen. "Statt eines wahltaktischen Geschenks brauchen wir eine grundlegende Finanzierungsreform. Eine Erweiterung der Finanzierungsbasis sowie eine Solidarabgabe von nicht personal-intensiven, umsatz- und ertragsstarken Unternehmen würde die Versicherten und Arbeitgeber wirklich entlasten" sagt Hans-Jürgen Müller, Vorstandsvorsitzender des IKK e.V., der Interessenvertretung der Innungskrankenkassen auf Bundesebene.

Auch die Abschaffung der Praxisgebühr sei "zu kurz gedacht", betont Hans Peter Wollseifer, Vorstandsvorsitzender des IKK e.V. "Wenn durchaus berechtigte Zweifel an der Steuerungswirkung der jetzigen Praxisgebühr bestehen, so ist die ersatzlose Streichung der falsche Weg." Geboten wäre eine Ablösung erst dann, wenn eine Alternative, die Versicherte und Leistungserbringer gleichermaßen in die Verantwortung nimmt, gefunden wird.

Durch die Beschlüsse der Koalition werden der GKV in den Jahren 2013 und 2014 Finanzmittel in Höhe von rund sechs Milliarden Euro entzogen, die zum Teil für die Finanzierung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben - wie zum Beispiel das Mutterschaftsgeld - fest zugesagt waren. Damit zeigt sich nach Aussage der Vorstandsvorsitzenden einmal mehr, dass Politiker zwar von Nachhaltigkeit sprechen, aber im konkreten Fall lieber Wahlgeschenke verteilen. Die gesetzliche Krankenversicherung benötigt eine planbare und verlässliche Finanzierung. "Daher ist die Wiedereinführung der Beitragssatzautonomie wichtiger denn je", so die Vorstandsvorsitzenden.

Über den IKK e.V.:

Der IKK e.V. ist die Interessenvertretung der Innungskrankenkassen auf Bundesebene. Der Verein wurde 2008 gegründet mit dem Ziel, die Interessen der Innungskrankenkassen und deren Versicherten und Arbeitgebern gegenüber allen wesentlichen Beteiligten des Gesundheitswesens zu vertreten. Dem IKK e.V. gehören die IKK Brandenburg und Berlin, die IKK classic, die IKK gesund plus, die IKK Nord sowie die IKK Südwest mit insgesamt mehr als fünf Millionen Versicherten an.

Pressekontakt:

Pressesprecherin Fina Geschonneck, Telefon 030-202491-11, E-Mail 
fina.geschonneck@ikkev.de

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