Pressemitteilung

Häusliche Pflege Bayerns überwiegend privat / Bereits 55% der ambulanten Pflegedienste sind in privater Trägerschaft, fast jeder zweite von ihnen ist inzwischen beim bpa organisiert

2012-10-30 13:52:59

München (ots) - Die hilfebedürftigen, alten und kranken Menschen in Bayern entscheiden sich für die private Pflege: Die ambulante Versorgung in Bayern liegt überwiegend in der Verantwortung privater Pflegedienste. Mehr als die Hälfte der bestehenden rund 1.850 Pflegedienste sind heute schon privat getragen, vorrangig als Personengesellschaften. Die Rolle der Pflegedienste der Wohlfahrtsverbände und der öffentlichen Träger bei der Sicherstellung der Versorgung der älteren Bevölkerung nimmt ab. Der größte Verband der privaten Pflege in Deutschland, der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), der in Bayern insgesamt über 900 soziale Einrichtungen vertritt, begrüßte vor Kurzem den 400. Pflegedienst als Mitglied in seiner bayerischen Landesgruppe.

Der jüngste Neuzugang ist Reinhold Rossbach mit seinem "R und R Pflegedienst" aus Bad Neustadt an der Saale. Sein Werdegang ist typisch für viele privat geführte ambulante Einrichtungen: Der gelernte Fachkrankenpfleger und Rettungsassistent wagte vor acht Jahren aus einer Anstellung an einer Klinik heraus den Sprung in die Selbstständigkeit.

Trotz bester Noten bei der Qualitätsprüfung (1,1) und voller Auslastung kämpft der 56-Jährige engagiert um den wirtschaftlichen Erfolg seines Unternehmens. "Es wird heute noch immer mit zweierlei Maß gemessen: Als bislang unorganisierter privater Pflegedienst musste ich mit schlechteren Konditionen zurechtkommen als die Wohlfahrtseinrichtungen. Aber nunmehr profitieren vor allem unsere Patienten von der vom bpa ausgehandelten Vergütung. Denn das wichtige Plus: Wir haben mehr Zeit für die zu erbringenden Leistungen. Und: Ich bin endlich kein Einzelkämpfer mehr - das tut gut", so Rossbach überzeugt.

Erst vor wenigen Monaten hat der bpa in Bayern bei Verhandlungen mit den Kostenträgern im Bereich der häuslichen Krankenpflege, unterstützt durch die maßgeblichen Landtagsabgeordneten, einen wichtigen Sieg errungen. "Es konnte mithilfe eines neutralen Gutachtens durchgesetzt werden, dass z. B. die für die Leistung "Anlegen eines Wundverbandes" bisher zur Verfügung stehenden rund sechs Minuten auf fast zwölf Minuten verdoppelt wurden" stellt Kai Kasri, der Vorsitzende der bpa-Landesgruppe Bayern, erfreut fest.

Joachim Görtz, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle Bayern, engagiert sich seit Jahren für bessere Rahmenbedingungen der privaten ambulanten Dienste. Er hebt die Fortschritte der neuen Vergütung hervor: "Die optimale Versorgung der alten und kranken Menschen liegt dem privaten Pflegedienst ebenso am Herzen wie dem frei-gemeinnützigen. Jede Schwester und jeder Pfleger sollte dafür ausreichend Zeit bekommen und für gute Pflege fair bezahlt werden. Dafür haben wir seit Jahren gekämpft - mit Erfolg, wie sich jetzt zeigt!"

Pressekontakt:

Joachim Görtz, Leiter der Landesgeschäftsstelle; Tel.: 089 - 8 90 44 
83 20; www.bpa.de

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bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.



Weiterführende Informationen

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