Pressemitteilung

Quartiersentwicklung nicht ohne stationäre Pflege / bpa-Fachtagung NRW zur Quartiersentwicklung im Land

2012-10-26 16:28:56

Düsseldorf (ots) - Auch eine auf die Versorgung in den Quartieren ausgerichtete Zukunftsplanung kann nicht ohne stationäre Pflegeeinrichtungen auskommen. Darin waren sich Politik und Pflegeunternehmen beim heutigen Fachtag des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) in NRW einig. Vor rund 250 Teilnehmern im Kongresszentrum der Dortmunder Westfalenhallen betonte Landespflegeministerin Barbara Steffens, ambulante Strukturen seien nicht um jeden Preis sinnvoll.

"Wenn ältere Menschen mit zunehmenden Einschränkungen in der Mobilität und Selbständigkeit Zuhause leben, dann ist mit dem Verbleib in der Wohnung allein nichts gewonnen", sagte Steffens und lud die privaten Pflegeanbieter zur weiteren Mitgestaltung der Quartiersentwicklung ein.

Diese Unterstützung versprach bpa-Präsident Bernd Meurer, der die großen wirtschaftlichen Betätigungsfelder für ambulante und stationäre Anbieter im Rahmen der sich neu entwickelnden Quartiersstrukturen ansprach: "Die Verbindung von Unternehmertum und sozialer Verantwortung hat für uns eine lange Tradition und funktioniert sehr gut." Meurer warnte davor, sich angesichts der drastisch ansteigenden Zahl von Pflegebedürftigen in den nächsten Jahren zu sehr auf familiäre Versorgungsstrukturen zu verlassen. "Die Familien alleine können das nicht leisten", sagte der bpa-Präsident, "auch weil die jüngeren Generationen vielfach als Fachkräfte im Arbeitsalltag gebraucht werden."

"Wir werden auch in Zukunft einen breit gefächerten Versorgungsmix aus ambulanten und bewährten stationären Einrichtungen benötigen", erklärte der nordrhein-westfälische bpa-Landesvorsitzende Christof Beckmann und bekam Zustimmung aus dem Ministerium. Der zuständige Abteilungsleiter für Pflege, Alter und Demographie Markus Leßmann bekräftigte: "Wir brauchen die stationären Einrichtungen für eine gelingende Quartiersentwicklung." Es gebe viele Beispiele, wo sich Pflegeeinrichtungen schon jetzt zum Mittelpunkt einer Siedlung oder einer kleinen Ortschaft entwickelt hätten, weil andere Strukturen verschwunden seien.

Um möglichst erfolgreiche Quartiersprojekte in allen Teilen von NRW initiieren zu können, beschäftigten sich die Teilnehmer des bpa-Fachtages in Dortmund auch mit bereits vorhandenen Beispielen in Münster und Dortmund sowie mit den zur Verfügung stehenden Unterstützungsmöglichkeiten durch das Bauministerium NRW oder unterschiedliche Beratungseinrichtungen.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bildet mit mehr als 7.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen, davon rund 1.000 in Nordrhein-Westfalen, die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-) stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 230.000 Arbeitsplätze und ca. 17.700 Ausbildungsplätze. Das investierte Kapital liegt bei etwa 18,2 Milliarden Euro.

Pressekontakt:

Norbert Grote, Leiter der Landesgeschäftsstelle Nordrhein-Westfalen, 
Telefon: 0211-311 39 30

Permalink:


http://www.presseportal.de/pm/17920/2351844

bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.



Weiterführende Informationen

http://www.bpa.de


Das Presseportal ist ein Service von news aktuell und die Datenbank für Presseinformationen im deutschsprachigen Raum.
www.presseportal.de
Infobox anzeigen/verbergen


Alle Pressemitteilungen