Pressemitteilung

Asylbewerber aus dem Balkan: CARE fordert mehr Hilfe vor Ort "Visumsbeschränkungen sind eine Stellvertreterdebatte, solange es Jahr für Jahr weniger Mittel für soziale Arbeit vor Ort gibt"

2012-10-26 11:35:26

Bonn (ots) - Anlässlich der aktuellen Debatte um steigende Asylbewerberzahlen aus Serbien und Mazedonien in der Bundesrepublik Deutschland erinnert die Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg an die teils katastrophalen Lebensumstände marginalisierter Volksgruppen auf dem Balkan und fordert eine Aufrechterhaltung von langfristigen Hilfsprogrammen vor Ort.

"Es mag sein, dass die Herkunftsländer wie Serbien vom deutschen Innenministerium als 'sicher' eingestuft werden. Fest steht aber auch, dass auf dem Balkan nach wie vor erschreckende Armut und Perspektivlosigkeit herrschen, besonders innerhalb der Roma-Gemeinden", so Felix Wolff, Regionaldirektor von CARE Balkan. "Visumsbeschränkungen und Leistungskürzungen sind eine Stellvertreterdebatte, solange Jahr für Jahr weniger Mittel für soziale Arbeit von Hilfsorganisationen auf dem Balkan selbst bereitgestellt werden."

Gerade Frauen und Mädchen hätten wenig Chance auf Bildung, Zugang zu medizinischer Versorgung oder politischer Teilhabe. In einer im letzten Jahr durchgeführten Studie über die politische Einbindung und Unterstützung von Roma-Frauen auf dem Balkan kam CARE zu dem Ergebnis, dass die auf dem Papier festgelegten nationalen Strategien und Leitlinien der Realität selten standhalten und Diskriminierung, Armut und Gewalt weiterhin grassieren.

"Viele Roma-Siedlungen auf dem Balkan sind kaum von Elends-Slums in Entwicklungsländern zu unterscheiden. Es gibt kein fließendes Wasser, keine Heizung und die Gesundheitsversorgung ist miserabel." Dies dürfe mitten in Europa nicht länger "normal" sein, fordert Wolff. CARE arbeitet seit 1993 in der Region und führt aktuell Projekte in Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie dem Kosovo durch. Die soziale Situation von Roma-Familien steht dabei im Mittelpunkt der Arbeit, besonders die Förderung von Frauen und Mädchen.

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