Pressemitteilung

Bei Rückenschmerzen unters Messer? - Umfrage: Jeder achte Patient mit chronischen Problemen entscheidet sich für eine Operation - Experte rät nur bei schwerwiegenden Gründen zu Eingriff

2012-10-24 09:15:00

Baierbrunn (ots) - Der einzige Ausweg für Rückenschmerzpatienten, die unter chronischen Problemen leiden, scheint oft eine Operation zu sein. Jeder achte Betroffene (13 %) hat laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau" schon einen solchen Eingriff gewagt. Experten raten dabei zu äußerster Vorsicht. "Schmerz allein rechtfertigt keine Operation", betont der Direktor der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie an der Berliner Charité, Professor Wolfgang Ertel, in der aktuellen Ausgabe und warnt Rückenschmerzpatienten vor einem voreiligen Eingriff. Nur bei schwerwiegenden Bandscheibenproblemen plädiert der Wirbelsäulenspezialist für eine OP. Dies sei dann der Fall, wenn der Patient Blase und Schließmuskel nicht mehr kontrollieren oder beispielsweise Zehen und Vorfuß nicht mehr hochziehen könne. Erst wenn bei einer konservativen Therapie nach acht bis zehn Wochen keine deutliche Schmerzlinderung eintrete, solle man einen operativen Eingriff ins Auge fassen, informiert Ertel. Ihm zufolge bergen Bandscheiben-OPs auch gefährliche Risiken. Zum einen könne eine Komplikation auftreten, das sogenannte Postnukleotomie-Syndrom. Dann bekomme der Patient nach kurzer Zeit die gleichen Beschwerden wie vor der Operation. Zum anderen würden bei jedem Bandscheibeneingriff auch Bandstrukturen an der Wirbelsäule entfernt, welche die Stabilität zwischen den Wirbelkörpern garantieren. So verursache man Schäden, die möglicherweise Jahre später zu Beschwerden führten, sagt der Experte.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau" durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.144 Bundesbürgern ab 14 Jahre, darunter 205 Frauen und Männer, die in den vergangenen zwölf Monaten unter chronischen Rückenschmerzen gelitten haben.

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