Pressemitteilung

Rechtzeitig vorsorgen / HPV-Impfung zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs nutzen

2012-10-17 11:56:20

Leimen (ots) - Busen mit neun, Schamhaare mit zehn, erste Menstruation mit 11 oder 12 Jahren - die Pubertät junger Mädchen beginnt immer früher. Auch erste sexuelle Erfahrungen finden heute immer früher statt. Deshalb sollten Mütter und Töchter frühzeitig Vorsorge vor möglichen Infektionen treffen. Beispielsweise können bestimmte HP-Viren, übertragen durch sexuelle Kontakte, in einigen Jahren Gebärmutterhalskrebs verursachen. Eine HPV-Impfung kann vor Gebärmutterhalskrebs, verursacht durch bestimmte HP-Viren, schützen. Diese Präventionsmaßnahme sollten Mütter und Töchter mit ihrem Frauenarzt besprechen.

Laut einer Umfrage* der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter 14- bis 17-jährigen Mädchen mit deutscher Staatsangehörigkeit haben heute 43 Prozent der befragten Mädchen ihre erste Menstruation bereits im Alter von 12 Jahren oder früher. 1980 waren es nur 35 Prozent der Mädchen dieser Altersgruppe. Auch ihre ersten sexuellen Erfahrungen erleben die Mädchen heute früher als noch vor rund dreißig Jahren: 53 Prozent der 14-Jährigen haben Petting-Erfahrungen und sieben Prozent erleben bereits ihren ersten Geschlechtsverkehr. Nur 39 Prozent der 14-Jährigen sind sexuell unerfahren. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig an den Schutz vor möglichen Infektionen durch Sexualkontakte zu denken - auch wenn es Müttern häufig zu früh erscheint. Da Mütter laut der Umfrage* die wichtigste Vertrauensperson in sexuellen Fragen sind, können sie ihre Tochter in einem offenen Gespräch für mögliche Risiken einer HPV-Infektion sensibilisieren. Ein idealer Anlass für ein vertrauensvolles Mutter-Tochter-Gespräch ist die Vorbereitung des ersten Besuches beim Frauenarzt.

Beim ersten Frauenarztbesuch gegen HPV impfen

Viele Töchter sind beim ersten Frauenarztbesuch noch nicht sexuell aktiv und sollten spätestens jetzt vor möglichen, zukünftigen sexuell übertragbare Infektionen geschützt werden. HP-Viren z. B. werden durch Haut- oder Schleimhautkontakt, beim Petting oder Geschlechtsverkehr, übertragen. Fast alle sexuell aktiven Menschen kommen im Laufe ihres Lebens mit ihnen in Berührung. Eine Infektion bleibt oft unbemerkt, sie kann völlig beschwerdefrei verlaufen und komplikationslos ausheilen. Bestimmte Viren bergen allerdings gesundheitliche Risiken - bis hin zu Gebärmutterhalskrebs. Die Folgen HPV-assoziierter Erkrankungen sieht der Frauenarzt in seiner täglichen Praxis und kann eine klare, ärztliche Präventionsempfehlung aussprechen.

Weitere Informationen finden Mütter unter www.impfenaktuell.de und speziell für junge Mädchen aufbereitet unter www.tellsomeone.de.

* Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Jugendsexualität, 2010; ISBN 978-3-937707-79-2

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