Pressemitteilung

Ausschreibungen gefährden effektive Influenza-Prävention - Lieferengpässe bei Grippeimpfstoffen

2012-10-12 09:50:58

Wedel (ots) - Vor dem Hintergrund aktueller Versorgungsengpässe bei Grippeimpfstoffen hält das forschende Pharma-Unternehmen AstraZeneca es für notwendig, Ausschreibungen als Auswahlverfahren für Impfstoffe grundsätzlich zu überdenken. Qualitäts- und Wirksamkeitskriterien bleiben im aktuellen Ausschreibungsgeschehen unberücksichtigt - einziges Ausschreibungskriterium ist bisher der billigste Preis. Dies gefährdet eine wirksame Prävention der saisonalen Influenza. Die Ausschreibungspraxis der Gesetzlichen Krankenkassen führt zudem mit der Festlegung auf einen einzigen Lieferanten in einigen Bundesländern dazu, dass Impftermine nicht eingehalten werden können.

Seit dem Inkrafttreten des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) können sich Gesetzliche Krankenkassen per Ausschreibung vertraglich auf nur einen einzigen Grippeimpfstoff festlegen. Ihre Versicherten erhalten dann ausschließlich - außer in begründeten Einzelfällen - diesen Impfstoff. Kommt es, wie aktuell, zu Beginn der Influenza-Saison zu Lieferengpässen bei dem bevorzugten Hersteller, ist eine rechtzeitige Durchimpfung der Bevölkerung gefährdet.

Auswahlverfahren von Grippeimpfstoffen überdenken

"Im Auswahlverfahren für Grippeimpfstoffe ist das einzige Kriterium für die Zuschlagserteilung der niedrigste Preis. Da die Ausschreibungen Qualitäts- und Wirksamkeitskriterien sowie Verabreichungsalternativen von Impfstoffen nicht berücksichtigen, gefährden sie den bestmöglichen Grippeschutz", so Dr. Claus Runge, Geschäftsleitungsmitglied bei AstraZeneca. "Ärzte sollten die Möglichkeit haben, das aus ihrer Sicht wirksamste Mittel ohne Einschränkung einsetzen zu können. Eine flächendeckende Versorgung der Patienten, mit dem für sie am besten geeigneten Impfstoff kann nur gewährleistet werden, wenn von der derzeitigen Ausschreibungspraxis Abstand genommen wird."

Impfstoffe je nach Alter und Risiko unterschiedlich wirksam

Auch Professor Peter Wutzler, Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten (DVV), hat sich auf dem 4. Deutschen Influenza-Kongress gegen die derzeitige Ausschreibungspraxis ausgesprochen. Wutzler wies zudem darauf hin, dass nicht jeder Impfstoff für alle Alters- oder Risikogruppen gleichermaßen wirksam ist. Für jeden Patienten sei eine individuelle Entscheidung durch den Arzt zu treffen.

Das Paul-Ehrlich-Institut führt ebenfalls in einer Bewertung des Ausschreibungsprozesses für Impfstoffe aus, dass eine klassische 'aut-idem-Situation' bei Impfstoffen nicht besteht. Der Arzt hat damit in jedem Einzelfall die Pflicht, über die individuelle Auswahl des Impfstoffs zu entscheiden.

Die Durchimpfungsrate gegen die saisonale Influenza beträgt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei beiden Geschlechtern und über alle Altersgruppen hinweg nur etwa 31%. Aufgrund der besonders hohen Infektionsrate auf der Südhalbkugel erwarten Experten auch für Deutschland eine starke Grippewelle in diesem Jahr und empfehlen eine präventive Impfung.

Aktuelle Lieferengpässe

Lieferschwierigkeiten des Herstellers, der Ausschreibungen in Bayern, Hamburg und Schleswig-Holstein gewonnen hatte, führen dazu, dass geplante Impfungen nicht durchgeführt werden können. Die Verordnung von Alternativprodukten ist für Vertragsärzte offenkundig mit einer Angst vor Regressen verbunden. Besser wirksame Impfstoffe, zum Beispiel für Kinder und Jugendliche, oder solche, die auf anderem Wege als per Spritze verabreicht werden, werden somit faktisch vom Versorgungsgeschehen ausgeschlossen.

AstraZeneca bietet seit September einen Grippeimpfstoff an, der aufgrund seiner Zulassung nur für eine bestimmte Altersgruppe sowie seiner innovativen Verabreichungsform derzeitige Ausschreibungskriterien nicht erfüllen kann. Das Unternehmen ist lieferfähig.

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Die AstraZeneca GmbH in Wedel/Schleswig-Holstein ist die deutsche Tochtergesellschaft des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens AstraZeneca PLC, London. AstraZeneca gehört mit einem Konzernumsatz von USD 33,6 Milliarden (2011) weltweit zu den führenden Unternehmen der forschenden Arzneimittelindustrie. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt innovative Arzneimittel, die Patienten eine bessere Lebensqualität ermöglichen. AstraZeneca forscht in den Bereichen Herz-Kreislauf, Atemwege, Magen-Darm, Krebs, Neurowissenschaften sowie Infektionen.

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Florian Dieckmann, Pressesprecher, AstraZeneca GmbH
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