Pressemitteilung

AMREF-PM mit Terminhinweis: Babyfernsehen für Weiße, Hörrohr für Schwarze? / Stand und Podiumsdiskussion von AMREF Flying Doctors auf dem DGGG-Kongress 2012 zur Müttersterblichkeit in Afrika

2012-10-09 11:42:00

Berlin (ots) - Für eine von 16 Frauen besteht in Afrika die Gefahr, während der Schwangerschaft oder Entbindung zu sterben. In Europa ist nur jede 30.000ste Mutter von diesem Schicksal betroffen. Auf diesen frappierenden Unterschied in der medizinischen Versorgung der westlichen Welt gegenüber der in Afrika macht AMREF anlässlich des 59. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in München aufmerksam.

Mit dem Titel "Babyfernsehen für Weiße, Hörrohr für Schwarze" veranstaltet die größte Gesundheitsorganisation Afrikas auf dem Kongress eine Podiumsdiskussion mit Prominenten und ausgewiesenen Fachleuten. Während in Europa Eltern in spezialisierten Praxen die Möglichkeit haben, zusätzliche Ultraschalluntersuchungen als so genanntes "Babyfernsehen" zu bekommen, sind Eltern in Afrika froh, wenn eine Hebamme mit einem hölzernen Hörrohr die Herztöne ihres ungeborenen Kindes kontrolliert.

Die Podiumsveranstaltung schließt mit einer Scheckübergabe im Wert von 150.000 Euro von Sternstunden e.V., der Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks, zur Hebammenausbildung im Süd Sudan. Dort herrscht die weltweit höchste Mütter- und Säuglingssterblichkeit. Jede 15. Mutter stirbt bei der Geburt, jedes fünfte Kind erreicht nicht das fünfte Lebensjahr. Es gibt keine vorgeburtliche Betreuung, nur fünf Prozent aller Geburten finden in Anwesenheit von irgendwie ausgebildetem Gesundheitspersonal statt.

Auf dem Kongress will die Nichtregierungsorganisation Frauenärzte als Unterstützer und Multiplikatoren für ihre Kampagne zur Hebammenausbildung gewinnen. In Ostafrika sterben jedes Jahr 200.000 Mütter, weil es keine grundlegende medizinische Versorgung gibt. Jedes Jahr bleiben 1,5 Millionen Kinder mutterlos zurück. Mit der weltweiten Kampagne "Stand up for African Mothers" will AMREF bis 2015 die Ausbildung von 15.000 Hebammen ermöglichen. Denn eine Hebamme kann pro Jahr 500 Mütter betreuen und deren Leben retten.

TERMINHINWEIS

WAS 
Podiumsdiskussion "Babyfernsehen für Weiße, Hörrohr für Schwarze" & 
Fototermin Scheckübergabe von Sternstunden e.V. durch Geschäftsführer
Thomas Jansing an AMREF-Botschafterin Dana Schweiger 
WANN
Donnerstag, 11.10.2012, 13.30 - 14:30 Uhr 
WO 
ICM - Internationales Congress Center München, Messegelände, 81823 
München, 1.OG, Saal 12 b 
WER 
Prof. Dr. Klaus Friese Kongress- und DGGG-Präsident, Klinik & 
Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe München 
Prof. Dr. Marion Kiechle Frauen- u. Poliklinik der TU-München, AMREF 
Kuratorium 
Prof. Dr. Jürgen Wacker Frauenklinik Bruchsal, Afrika-Spezialist 
Dana Schweiger TV-Prominente, AMREF Kampagnen Botschafterin 
Marcel Reif Fernsehjournalist und Sportkommentator, AMREF Kuratorium 
außerdem Dr. Marcus Leonhardt, AMREF CEO/Director 
Moderation: Katrin Sandmann, Krisenreporterin und Fernsehjournalistin 

Im Anschluss an die Veranstaltung stehen die Beteiligten gerne für Interviews zur Verfügung.

AMREF hat während der Laufzeit des Kongresses vom 09.10.-12.10.2012 einen Stand im 1. OG, Foyer, Nr. 246. Dort gibt es täglich eine Verlosung zu einem Quiz und ein Ärzte-Kit für Unterstützer der AMREF-Kampagne "Stand up for African Mothers".

Pressekontakt:

Barbara Hohl
b.hohl@amrefgermany.de
Telefon 030 / 288 733 81
Mobil 0178 / 632 55 66

Permalink:


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