Pressemitteilung

Kopfschmerzen: Gezielte Prävention / TÜV Rheinland: Mehr als die Hälfte der Deutschen betroffen / Arbeitsplatz auf Ergonomie prüfen / Einsatz von Schmerzmitteln begrenzen (BILD)

2012-09-25 10:00:03

Köln (ots) - Ob stechend, pochend, hämmernd oder dröhnend: Kopfschmerzen gehören neben Rückenschmerzen zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen in Deutschland. Weit über die Hälfte aller Menschen hierzulande leiden hin und wieder oder sogar chronisch unter Kopfschmerzen. Dabei werden rund 200 verschiedene Arten von Kopfschmerz unterschieden. Am meist verbreitet ist der Spannungskopfschmerz, der sich dumpf und drückend anfühlt und den gesamten Kopf betrifft. "Gerade im Büroalltag klagen viele über den Spannungskopfschmerz. Stress, schlecht belüftete Räume und nicht ergonomische Arbeitsplätze sind häufig die Ursachen", erklärt Medizinerin Dr. Wiete Hirschmann, Expertin für Arbeitsmedizin bei TÜV Rheinland. Hoher Blutdruck und Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich sind Faktoren, die Schmerzen auslösen können.

Um sinnvoll vorzubeugen, ist beispielsweise zu überprüfen, ob der Bildschirmarbeitsplatz optimal eingerichtet ist. "Außerdem ist es empfehlenswert, über den Tag verteilt viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen und auf Nikotin zu verzichten", so Dr. Hirschmann. Nach dem Arbeiten ist Ausdauersport sehr gut, um den Kopf frei zu kriegen - ganz gleich ob Laufen, Schwimmen oder Radfahren. Ein regelmäßiger und ausreichender Schlaf wirkt Kopfschmerzen ebenfalls entgegen. "Gute Ratschläge in Sachen Prävention am Arbeitsplatz kann auch der Betriebsarzt geben", so die TÜV Rheinland-Expertin.

Viele der Kopfschmerzgeplagten greifen zu Schmerzmitteln. Wird der Griff zum Medikament allerdings zur Gewohnheit, ist Vorsicht geboten. Denn ab einer bestimmten Menge begünstigen Schmerzmittel die Kopfschmerzen, anstatt sie zu bekämpfen. Als Faustregel gilt: schmerzstillende Mittel sollten nicht öfter als an zehn Tagen im Monat eingenommen werden. Wenn die Kopfschmerzen lange andauern, sich verstärken oder die Schmerzattacken häufiger auftreten, sollte unbedingt ein Mediziner um Rat gefragt werden.

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