Pressemitteilung

Welt-Alzheimertag 2012: Kommunikationsfähigkeit stärken

2012-09-18 09:57:00

Frechen (ots) - "Demenz: zusammen leben" ist das Motto des Welt-Alzheimertages 2012, der wie jedes Jahr am 21. September begangen wird. "Grundlage für ein gemeinsames Leben ist eine funktionierende Kommunikation. Dies gilt auch für die gegenwärtig mehr als 1,4 Millionen Demenzkranken in Deutschland, von denen zwei Drittel Alzheimer-Patienten sind. Doch gerade die Sprache und das Sprechen sind bei vielen Betroffenen aufgrund ihrer Krankheit stark eingeschränkt. Dies macht das Zusammenleben sowohl für die erkrankten Menschen als auch für ihre Angehörigen und Freunde oft sehr schwer", so Heike von Lützau-Hohlbein, 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.

Dies bestätigen auch niedergelassene Logopäden, zu denen immer mehr Alzheimer-Patienten in die Praxen kommen. "Von vielen Patienten mit beginnender Demenz und ihren Angehörigen wird die eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit als großes Problem empfunden", so Christiane Hoffschildt, Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie (dbl), der vor zwei Jahren eine Projektgruppe Demenz eingerichtet hat. "Deshalb ist die Beratung von Patienten und Angehörigen über die Folgen der Krankheit hinsichtlich des zukünftigen Miteinanders besonders wichtig. Hier sind vor allem die Logopäden gefordert, die einen besonders intensiven Kontakt zum Patienten haben", so Hoffschildt.

Vor allem das Nichtverstehen und das schnelle Vergessen von Fakten und Vorgängen bereiten Schwierigkeiten. Auch das Unvermögen, sich auf mehrere Dinge gleichzeitig zu konzentrieren, wirkt sich in der Kommunikation stark aus. Diese Symptome treten teilweise bereits ein, wenn der Betroffene noch berufstätig ist. Am Anfang der Erkrankung können logopädische Übungsbehandlungen wie intensive Wortfindungsübungen, Übungen zum Sprachverständnis oder zur besseren Konzentration helfen. Bei fortschreitender Erkrankung sind eher kompensatorische Methoden gefordert. "Angehörige und Betroffene müssen lernen, trotz eingeschränkter kommunikativer Fähigkeiten erfolgreich miteinander zu sprechen", so die dbl-Präsidentin.

"Betroffene Patienten und ihre Angehörigen sind zutiefst beunruhigt über das, was auf sie zukommt. Sie brauchen in dieser Situation Beratung und Unterstützung bei der Klärung der Frage, wie es weitergehen könnte. Schon die direkte therapeutische Hilfe für den Patienten kann helfen, die aufgekommenen Spannungen im Miteinander zu mindern. Dies und die entsprechende Beratung der Angehörigen, wie sie mit den Patienten besser umgehen können, trägt dazu bei, dass Menschen mit Demenz länger zu Hause betreut werden können", so Christiane Hoffschildt.

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