Pressemitteilung

Hygiene im Schwimmbad: Duschen reduziert die Keimbelastung / TÜV Rheinland: Wasserqualität beachten / Füße stets sorgfältig reinigen / Hygienestandards auf hohem Niveau

2012-09-07 10:00:16

Köln (ots) - Hand aufs Herz: Wer ist noch nie ohne vorheriges Duschen ins Schwimmbecken gesprungen? Dass diese kleine Sünde Folgen hat, ist den wenigsten Badegästen bekannt, denn so gelangen Keime in das Wasser des Hallen- oder Freibades. Dies macht wiederum einen erhöhten Desinfektionsmitteleinsatz notwendig und der geht wiederum zu Lasten der Wasserqualität. Aber auch in Badeseen besteht beim Schwimmen und Tauchen die Möglichkeit, sich mit krankheitserregenden Keimen zu infizieren. Kleinste Verletzungen im Gehörgang, beispielsweise ausgelöst durch unvorsichtiges Reinigen mit Wattestäbchen, ebnen dann unter Umständen den Weg für eine Außenohrentzündung, auch Bade-Otitis genannt. Grundsätzlich empfiehlt Dr. Wiete Hirschmann, Fachgebietsleiterin Arbeitsmedizin bei TÜV Rheinland, nach dem Schwimmen gründliches Abtrocknen, denn Wärme in Verbindung mit Feuchtigkeit bildet den Nährboden für solche Erkrankungen.

Badeschuhe dagegen sind eine gute Schutzmaßnahme vor Fußpilz. Den Erregern mit der Desinfektionsdusche den Garaus machen zu können ist dagegen ein Irrglaube. Die erforderliche Einwirkzeit beträgt mehrere Minuten, die kaum jemand abwartet, bevor er wieder den Schwimmbadboden betritt. "Wichtig ist es, die Füße, besonders die Zehenzwischenräume, sorgfältig abzutrocknen und gegebenenfalls eine Pflegecreme aufzutragen. Die Pflege unterstützt die Abwehrmechanismen der Haut. Zu enge, wenig luftdurchlässige Schuhe und Strümpfe aus Kunstfaser begünstigen das feucht-warme Milieu, das für die Entwicklung des Fußpilzes förderlich ist", erklärt Dr. Hirschmann.

Der Badespaß sollte bei aller Vorsicht aber nicht zu kurz kommen: "Erstens sind Keime nicht in jedem Fall krankheitserregend und zweitens haben deutsche Schwimmbäder vergleichsweise sehr hohe Hygienestandards", betont TÜV Rheinland-Gesundheitsexpertin Dr. Wiete Hirschmann.

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