Pressemitteilung

Apothekenhonorar: ABDA unterstützt regionale Proteste

2012-09-05 14:44:14

Berlin (ots) - Der Vorstand der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände bekräftigt in seiner heutigen Sitzung seine Unterstützung für die Apotheker auf Landes-, Regional- und Lokalebene, die auf vielfältige Weise gegen eine unzureichende Honorarerhöhung ab 2013 protestieren. Die Vielfalt lokaler Aktionen zeige die unterschiedliche Betroffenheit vieler Kollegen in den Regionen, sagt ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf. "Auch können und sollen die Apotheker mit den Patienten direkt ins Gespräch kommen." Wolf stellt klar, dass die Gespräche mit der Politik noch nicht beendet sind. Als nächster Schritt sei ein Termin mit Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler für die nächste Woche zugesagt. "Wir werden auch diese Chance nutzen, um notwendige Nachbesserungen im Referentenentwurf einzufordern."

Der ABDA-Vorstand fordert die Bundesregierung und die Krankenkassen auf, das seit 2004 unveränderte Festhonorar in ausreichendem Maße an die Sach- und Personalkostensteigerungen anzupassen und somit die flächendeckende Rund-um-die-Uhr-Arzneimittelversorgung für die Zukunft zu sichern. Schon seit Jahren geht die Apothekenzahl zurück - derzeit müssen 6 Apotheken pro Woche schließen. In 21.200 Apotheken sind bundesweit 149.000 Beschäftigte tätig, für die die Krankenkassen nur 2,3 Prozent ihres Budgets (4,2 Mrd. Euro) ausgeben.

Sollten die Gespräche ergebnislos sein, plant die ABDA außerordentliche Kommunikationsmaßnahmen, darunter eine bundesweite Apothekenaktion und eine Kampagne zum Deutschen Apothekertag. Diese Maßnahmen sollen in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen werden. Derzeit setzen etliche Landesorganisationen schon verschiedene Arten des Protests um - von Patientenflyern und Plakataktionen über Postkarten an Politiker bis hin zu Warnstreiks mit Notdienstklappenversorgung.

Der Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums zur Arzneimittelpreisverordung sieht vor, das Honorar zum ersten Mal seit neun Jahren anzupassen - um 25 Cent pro abgegebener verschreibungspflichtiger Arzneimittelpackung. Diese Anpassung von 8,10 Euro auf 8,35 Euro entspricht nicht einmal drei Prozent über den gesamten Zeitraum von 2004 bis 2012. Die ABDA hatte auf Basis belastbarer Kostensteigerungszahlen eine Anpassung auf 9,14 Euro gefordert.

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