Pressemitteilung

Vitaminpillen - Doping für die Seele / Aktuelle Studie: Nahrungsergänzungsmittel wirken anders als gedacht - Konsumenten nutzen sie, um Krisenstimmung und gefühlte Ernährungssünden zu bekämpfen

2012-09-03 11:00:02

Köln/Berlin (ots) - Der Erfolg von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) ist paradox: Die Produkte boomen, obwohl jeder Verbraucher wissen müsste, dass eine ausgewogene Ernährung die Einnahme in der Regel überflüssig macht. Eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts concept m (Berlin/Köln/London) löst diesen Widerspruch jetzt auf. Das Fazit der Untersuchung: Konsumenten sehen NEM eher als Mittel zur seelischen Selbstbehandlung.

Die tiefenpsychologische Studie förderte bei den Konsumenten eine Grundstimmung zutage, die von tiefer Verunsicherung geprägt ist, und dies sowohl auf dem Gebiet der Ernährung ("Was darf ich überhaupt noch essen?") wie auch im Alltag ("Schaffe ich das alles noch?"). "Wenn nicht medizinische Erwägungen eine Einnahme angeraten erscheinen lassen, werden die Mittel meist aus einem diffusen Unbehagen heraus genommen", so Rochus Winkler, Managing Partner von concept m. "Nahrungsergänzungsmittel werden als eine Art seelisches Alltagsdoping betrachtet; eine Art akute oder präventive Buße, um dem Körper wieder etwas Gutes zu tun oder ihn mit weiteren diffusen Kräften auszustatten. Nahrungsergänzung impft mit kleinen Ganzheiten gegen die ganz großen Bedrohungen."

Überraschenderweise werden die Nahrungsergänzungsmittel im Spannungsfeld zwischen "natürlicher" Ernährungsweise und industrieller Lebensmittelproduktion oftmals eher der Naturseite zugeschlagen. Aus der Sicht vieler Verbraucher enthalten sie die "konzentrierte Wirkstoffkraft der Natur". Eine interessante Zurechtmachung und Rechtfertigung, berichtet Winkler.

Die Einstufung der Nahrungsergänzungsmittel als "Krisennahrung" hat sich erst in den vergangenen Jahren zugespitzt. In den 90-er Jahren galten die Mittel eher ausschließlich als "Feintuning" für den Körper, damit dieser dem bunten Lifestyle-Stress gewachsen ist. Eine rein nahrungsergänzende Funktion hatten die Mittel noch früher, als Ersatzprodukte (z. B. Lebertran) genutzt wurden, um dem Körper tatsächlich fehlende Nährstoffe zuzuführen.

Über concept m

concept m (Köln/Berlin/London) ist ein Marktforschungs- und Beratungsinstitut, dessen Arbeit sich durch besondere Alltagsnähe auszeichnet. Das Unternehmen beschäftigt 15 Projektleiter und 40 Interviewer und verfügt über ein eingespieltes, globales Netzwerk von Rekrutierungs- und Feldinstituten.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an:

Rochus Winkler, Managing Partner concept m

Tel. 0221 92359012, Mobil 0177 455 6133, Mail
rochus.winkler@conceptm.eu

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