Pressemitteilung

Erst rot, dann blau-grün-gelb: Wie beim "blauen Fleck" die Farbe entsteht und was dagegen hilft (AUDIO)

2012-08-20 04:15:00

Baierbrunn (ots) - Wer mit dem Schienbein vor einen Tisch läuft, über einen Bordstein stolpert oder sich den Kopf stößt, hat danach nicht nur Schmerzen, sondern meist auch einen blauen Fleck. Das passiert bei Kindern jeden Tag und doch wissen viele nicht, woher die blaue Färbung kommt. Hans Haltmeier, Chefredakteur der "Apotheken Umschau", kennt den Grund:

O-Ton 17 sec.

"Wenn man sich etwas stärker anstößt, können in der Haut Gefäße platzen und das Blut sickert dann in das Gewebe ein. Es wird zunächst rot, das kommt von dem Blutfarbstoff Hämoglobin. Und wenn das Blut dann gerinnt, verfärbt es sich bläulich, daher kommt der Name."

In den folgenden Tagen schimmert der ehemals blaue Fleck oft in mehr Farben, als man in einem Tuschkasten findet. Wie schafft es unser Körper, so kreativ zu sein?

O-Ton 16 sec.

"Nach dem Bläulichen geht es weiter über braun und grün und gelb, bis sich der Fleck dann tatsächlich auflöst. Das kommt daher, dass Enzyme im Gewebe den roten Blutfarbstoff dann nach und nach abbauen und die Zwischenprodukte eben unterschiedliche Farben haben."

Gefährlich sind blaue Flecken in der Regel nicht. Nur selten steckt etwas Ernstes dahinter, berichtet die "Apotheken Umschau":

O-Ton 22 sec.

"Wenn häufig Blutergüsse auftauchen oder besonders großflächige Flecken erscheinen, dann sollte man schon zum Arzt gehen. Denn das kann auf eine schwere Erkrankung hinweisen, eine Gerinnungsstörung oder auch eine Autoimmunkrankheit. Bei älteren Menschen kann die Ursache auch sein, dass die Haut eben nicht mehr so gut gepolstert ist und deswegen häufiger blaue Flecken auftreten."

Das Unangenehmste an einem blauen Fleck sind wohl die Bemerkungen, die man sich anhören muss. Doch das Tröstliche ist: nach spätestens drei Wochen gehen die Flecken von alleine weg und alle Spuren sind verschwunden.

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