Pressemitteilung

Deutscher Apothekerverband (DAV): Arzneimittelausgaben im Juni 2012

2012-07-31 14:21:46

Berlin (ots) - Im Juni 2012 sind die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Arzneimittel um 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 2,3 Mrd. Euro gestiegen. Die Zahl der ausgestellten GKV-Rezepte stieg um 6,4 Prozent auf 37 Millionen. Die Impfstoffausgaben der GKV sind im Juni 2012 gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,3 Prozent angestiegen. Von Januar bis Juni 2012 ergibt sich bei den Impfstoffen ein durchschnittlicher Rückgang von -1,8 Prozent.

Für das erste Halbjahr 2012 erhöhten sich die GKV-Arzneimittelausgaben um 3,4 Prozent auf 13,8 Mrd. Euro. Im gleichen Zeitraum nahmen die Rezeptzahlen leicht zu um 0,6 Prozent. Für das Gesamtjahr 2012 erwarten GKV und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) einen Anstieg von 2,4 Prozent (Rahmenvorgaben nach § 84 SGB V). Im Gesamtjahr 2011 waren die GKV-Arzneimittelausgaben dagegen um 2,8 Prozent auf 27,2 Mrd. Euro gesunken.

Zur Erklärung:

   -	Ein Grund für diese Entwicklung könnte darin liegen, dass der 
Juni 2012 einen Arbeitstag mehr hatte als der Juni im Jahr zuvor. Für
das gesamte erste Halbjahr 2012 spielt der Arbeitstageeffekt keine 
Rolle, da es im Vergleich zum 1. Halbjahr 2011 keine Abweichungen 
gibt. -	Für den Anstieg seit Jahresbeginn ist vor allem die 
"Strukturkomponente" verantwortlich, d.h. ein Wechsel bei den 
Verordnungen hin zu anderen, teureren Medikamenten. "Preis" und 
"Menge" sind die beiden anderen Einflussfaktoren. -	In den Zahlen 
sind die Einsparungen der GKV durch sog. Rabattverträge nicht 
enthalten (2011: ca. 1,6 Mrd. Euro). -	Die Arzneimittelausgaben 
umfassen die effektiven GKV-Zahlungen an die Apotheken, also 
inklusive Mehrwertsteuer, aber nach Abzug der Abschläge der 
Hersteller und Apotheken sowie der Patientenzuzahlungen. -	 
Datenquellen sind standeseigene Apothekenrechenzentren. -	Das 
Apothekenhonorar macht hinter Krankenhäusern, Ärzten, Verwaltung usw.
nur ein Bruchteil der GKV-Gesamtausgaben aus. Der Anteil liegt bei 
2,3 Prozent. 

Diese Pressemitteilung und weitere Informationen unter www.abda.de

Pressekontakt:

Dr. Ursula Sellerberg, MSc
Stellv. Pressesprecherin
Tel.: 030 40004-134
E-Mail: u.sellerberg@abda.aponet.de
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