Pressemitteilung

19. Internationale AIDS-Konferenz in Washington DC/Die Deutsche AIDS-Stiftung weist auf anhaltende globale Missstände hin

2012-07-19 15:00:06

Bonn (ots) - Anlässlich der 19. Internationalen AIDS-Konferenz "AIDS 2012", die am Sonntag in Washington DC eröffnet wird, weist die Deutsche AIDS-Stiftung auf zwei zentrale globale Probleme bezüglich HIV und AIDS hin:

Diskriminierung und Stigmatisierung

HIV-infizierte und AIDS-kranke Menschen sind nach wie vor weltweit Diskriminierung und Stigmatisierung ausgesetzt. Zum einen widerfahren Betroffene eine gesellschaftliche Diskriminierung, zum anderen aber auch immer noch eine politische. In Ländern, in denen unzureichend über die Krankheit informiert wird und gesellschaftliche Gruppen und deren Handlungen, wie Drogenabhängige, Homosexuelle und Prostituierte, diskriminiert und illegalisiert werden, sind die Ansteckungsraten wesentlich höher als in Ländern mit liberaler HIV-/AIDS-Politik, wie Deutschland. Ein Beispiel für die politische Diskriminierung HIV-Infizierter und AIDS-Kranker sind Einreisebestimmungen bzw. -beschränkungen. Erst eine Gesetzesänderung vor zwei Jahren hat es ermöglicht, dass nach über 20 Jahren wieder eine Internationale AIDS-Konferenz in den USA stattfinden kann.

Unterschiedlicher Zugang zu medizinischer Versorgung

Global betrachtet gibt es bezüglich des Zugangs zu Informationen und Therapiemöglichkeiten immer noch große Unterschiede. Gerade Entwicklungsländer mit hohen HIV- und AIDS-Raten und unzureichendem Zugang zur medizinischen Versorgung sind auf die Hilfen aus anderen Ländern angewiesen. Ein Beispiel für diese Hilfen ist die Verhinderung der Vertikalen Transmission, d.h. der Mutter-Kind-Übertragung des HI-Virus. Durch die medikamentöse Behandlung von Mutter und Kind während Schwangerschaft, Entbindung und Stillzeit kann die Übertragung des Virus mit einer Wahrscheinlichkeit von 98 Prozent verhindert werden. In Industrienationen wie Deutschland ist dies medizinischer Standard, in Subsahara-Staaten nur durch internationale Zusammenarbeit möglich.

Die Deutsche AIDS-Stiftung setzt sich bereits seit Jahren für die Verhinderung der HIV-Übertragung von der Mutter auf das Kind ein. Seit 2005 unterstützt die Stiftung das Programm DREAM in Mosambik: Seitdem sind in den DREAM-Gesundheitszentren in Mosambik 8917 Kinder gesund zur Welt gekommen.

Die Deutsche AIDS-Stiftung ist die größte AIDS-Hilfsorganisation in Deutschland, die betroffenen Menschen materielle Unterstützung bietet. Die Stiftung hilft seit 25 Jahren bedürftigen Menschen mit HIV und AIDS in Deutschland durch Einzelhilfen und die Unterstützung von Projekten wie beispielsweise Betreutes Wohnen. Darüber hinaus fördert die Stiftung seit dem Jahr 2000 ausgewählte Hilfsprojekte, etwa für Aidswaisen, Jugendliche, Mütter und ihre Kinder, vor allem im südlichen Afrika.

Spendenkonto 800 4004, Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 501 98

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Öffentlichkeitsarbeit
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53111 Bonn
Telefon 0228-6046931
Fax 0228-6046999
E-mail: vm@aids-stiftung.de

Sebastian Zimer
Pressereferent
Deutsche AIDS-Stiftung, Markt 26, 53111 Bonn
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