Pressemitteilung

Tuberkulose-Diagnostik: Symposium trifft Nerv der Forschung

2012-07-16 18:01:54

Nehren (ots) - Anlässlich ihres 25-jährigen Firmenbestehens veranstaltete die Hain Lifescience GmbH in Stuttgart ein zweitägiges Symposium zur molekularen Diagnostik von Tuberkulose. Die Teilnehmer aus 24 Nationen diskutierten neueste Forschungsergebnisse für eine zukunftsweisende Tuberkulose-Diagnostik.

Im zentralen Interesse standen die Kurzvorträge von internationalen Tuberkulose-Experten. Unter dem Vorsitz der renommierten Forscherinnen Daniela Cirillo, Gaby Pfyffer sowie den Forschern Richard Anthony, Stefan Niemann und Sven Hoffner präsentierten die Referenten unterschiedliche Aspekte der Tuberkulose und die besonderen Herausforderungen an die Diagnostik. Neben der Forderung nach einer internationalen Datenbank wurde deutlich, dass der Bedarf an molekulargenetischen Testsystemen, die umfassende Diagnosen zulassen, weiter steigt.

Tuberkulose als globales Problem

Besonders dramatisch ist die Situation in Weißrussland, wie Alena Skrahina (Republican Scientific and Practical Center for Pulmonology and Tuberculosis, Minsk) berichtete. Die Rate der multiresistenten Erreger liegt bei mit Antibiotika vorbehandelten Patienten in diesem Land bei 75,6 % - Tendenz weiter steigend. Der Grund hierfür ist eine unzulängliche Diagnostik in Verbindung mit einer nicht adäquaten Behandlung.

In Südafrika sind vor allem die unterschiedlichen Infektionszahlen in den neun Provinzen bemerkenswert, erläuterte Lindiwe Mvusi vom Gesundheits¬ministerium in Pretoria. Aus diesem Grund fordern die TB-Experten vor Ort Diagnose-Tests, die vor allem bei HIV-Infizierten und Kindern schnellere Ergebnisse liefern und eine höhere Sensitivität aufweisen.

Aus der Sicht von Daniela Cirillo vom San Raffaele Scientific Institute in Mailand stellt die mangelnde Aufmerksamkeit gegenüber den TB-Erregern die Forschung in Europa vor große Herausforderungen. Aus diesem Grund bedarf es umfassender Schulungen für behandelnde Ärzte, damit TB auch als Diagnose bei entsprechenden Symptomen in Betracht gezogen wird. Unterstützend zu molekulargenetischen Testsystemen, die schnell zwischen einer echten Tuberkulose und symptomatisch ähnlichen Erkrankungen unterscheiden können, müssen neue Richtlinien für die Therapie und die Infektionsrückverfolgung verfasst werden.

Die Teilnehmer des Symposiums kamen außerdem zu dem Schluss, dass es einen steigenden Bedarf an technisch leicht anwendbaren Testsystemen gibt, die weitere Biomoleküle erkennen können, mit denen sich Resistenzen feststellen lassen und eine höhere Sensitivität erreicht wird.

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