Pressemitteilung

ots.Audio: Gibt es Wundermittel gegen Diabetes oder ist alles nur Humbug und Geldschneiderei?

2012-06-08 04:15:00

Baierbrunn (ots) - In vier Wochen 20 kg abnehmen oder mit dieser neuen Creme im Handumdrehen 10 Jahre jünger aussehen: da wissen wir alle, das ist pures Wunschdenken und niemand nimmt die Werbung wirklich ernst. Geht es aber um unsere Gesundheit, sieht die Sache schon anders aus. Gerne möchten wir glauben, dass es bei einer chronischen Krankheit, wie z.B. Diabetes, Wundermittel gibt, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". Chefredakteur und Allgemeinmediziner Dr. Andreas Baum klärt uns auf, was von diesen Produkten zu halten ist:

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Ja, Wundermittel, die tatsächlich eine Alternative sind, also ein Ersatz zu herkömmlichen Diabetes-Medikamenten, die gibt es definitiv nicht. Ob das jetzt Heilsteine sind oder Fußreflexzonenmassage, Bioresonanz, Biochronotherapie, das alles hat keinerlei nachweisbaren Effekt. Es gibt aber natürlich auch manche Behandlungsangebote, die eine Diabetestherapie unterstützen können.

Wie sieht es denn z.B. mit Heilpflanzen oder auch Heilpilzen aus? Kommt man mit Pflanzenkraft zu besseren Werten?

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Das sieht leider auch schlecht aus. Es gibt zwar eine Reihe von pflanzlichen Mitteln, die tatsächlich einen gewissen Einfluss auf den Blutzucker haben, z.B. weil sie die Insulinwirkung verbessern. Wer aber solche Mittel verwenden will, sollte unbedingt vorher mit seinem Arzt sprechen. Am ehesten sinnvoll könnte es z.B. sein, dass man ein Ballaststoffpräparat verwendet - goldener Leinsamen - weil Ballaststoffe dazu führen, dass der Blutzucker langsamer steigt.

Im Allgemeinen kann man seinen Bedarf an Ballaststoffen aber über eine gesunde, ausgewogene Ernährung decken, rät der "Diabetes Ratgeber". Und dann gibt es noch die chinesische Heilkunst. In wieweit kann sie helfen?

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Ja, auch das ist sehr umstritten. Vor allem muss man therapeutische Effekte, für die es kaum Beweise gibt, immer gut gegen mögliche Risiken abwägen. Das gilt vor allem für Heilkräuter aus China, weil die bei falscher Anwendung erhebliche Probleme machen können. Wer so etwas machen möchte, sollte sich unbedingt an einen Arzt wenden, der mit traditioneller chinesischer Medizin viel Erfahrung hat.

Unterstützende Produkte und Behandlungsangebote gibt es also schon, aber sie sind ganz gewiss keine Wundermittel.

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Ruth Pirhalla
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