Pressemitteilung

Gute Idee oder Schritt zum gläsernen Patienten? - Umfrage: Die künftige Speicherung von Gesundheitsdaten auf der neuen elektronischen Gesundheitskarte beurteilen die Deutschen unterschiedlich

2012-05-29 09:15:00

Baierbrunn (ots) - Ein gutes Instrument zur besseren gesundheitlichen Versorgung oder Einladung zum Datenmissbrauch - zwischen diesen beiden Extremen bewegt sich laut einer repräsentativen Umfrage der "Apotheken Umschau" die Haltung der Deutschen zur neuen elektronischen Gesundheitskarte. Diese wird seit dem 1. Oktober 2011 von den gesetzlichen Krankenkassen ausgegeben und soll in Zukunft neben Verwaltungs- auch Gesundheitsdaten der Versicherten speichern. Der Untersuchung zufolge hält eine große Mehrheit (81,1 Prozent) die neue Karte mit zusätzlichen persönlichen Gesundheitsinformationen für eine sehr gute Idee, weil sich zum Beispiel bei einem Unfall der Notarzt und das Krankenhaus sehr schnell über die wichtigsten Dinge informieren können. Fast genauso viele (78,9 Prozent) meinen, dass die Karte dem Arzt die richtige Diagnose und Therapie erleichtern werde, wenn auf ihr künftig umfassend und übersichtlich abgespeichert ist, unter welchen Beschwerden der Patient gelitten hat oder leidet. Doch es gibt auch andere Stimmen: Mehr als jeder Zweite (54,9 Prozent) hat große Sorgen, dass bei einer zukünftigen Abspeicherung persönlicher Gesundheitsdaten auf seiner Karte möglicherweise der Datenschutz nicht gewährleistet sein könnte. Ähnlich viele (50,2 Prozent) erklären, in der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte die Vorbereitung zum "gläsernen Patienten" zu sehen, was für sie eine sehr bedrohliche Vorstellung sei. Wenig zuversichtlich sind viele Befragte außerdem, was die Handhabung ihrer Daten angeht, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Nur 45,1 Prozent haben derzeit volles Vertrauen, dass die Bundesregierung und die zuständigen Institutionen den Umgang mit der elektronischen Gesundheitskarte so verlässlich gestalten, dass es keine Probleme mit der Datensicherheit gibt.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins "Apotheken Umschau", durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.214 Personen ab 14 Jahren.

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