Pressemitteilung

Sicherstellungsauftrag überdenken - Verantwortlichkeiten neu ordnen / Grauduszus: "Ethik ist nicht verhandelbar!"

2012-05-10 11:59:08

Nürnberg (ots) - "Die Sicherstellung der flächendeckenden wohnortnahen ambulanten medizinischen Versorgung durch freiberuflich tätige niedergelassene Haus- und Fachärzte soll im Sinne des Schutzes der ärztlichen Berufsausübung aus dem Verantwortungsbereich der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in den der Bundesärztekammer und der Landesärztekammern übertragen werden." Martin Grauduszus, Präsident der 'Freien Ärzteschaft' (FÄ), skizzierte damit im Vorfeld des 'Ärztetages der Basis' in Nürnberg einen Beratungsschwerpunkt - "wohl wissend, dass wir damit an einen wichtigen Bestandteil der medizinischen Versorgung rühren."

Der FÄ-Präsident verwies auf Anregungen und Aufforderungen von Kolleginnen und Kollegen in Vorbereitung des Basis-Ärztetages, sich dieses Themas anzunehmen: "Beispielhaft für die von Krankenkassen und Politik gewollte Ökonomisierung der Gesundheitsversorgung ist die Handhabung des Sicherstellungsauftrages, der Ausgestaltungen erfahren hat, die dem für uns Ärzte selbstverständlichen Anspruch auf eine ethische Ausübung unseres Berufes widersprechen", rügt er "vielfache Absprachen zwischen KBV, Politik und Krankenkassen."

Hier liege der Ansatz für die Übertragung des Sicherstellungsauftrages an Bundesärztekammern und Landesärztekammern. Ärztliche Ethik und Würde des ärztlichen Berufes müssten unverrückbare Eckpfeiler eines Gesundheitssystems bleiben, dessen Finanzierung mit der Verpflichtung zu Eigenverantwortung, gefolgt von Subsidiarität, gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei: "Ethik ist nicht verhandelbar", so Grauduszus.

Deshalb sollte der Sicherstellungsauftrag unter neuer Definition Bundesärztekammer und Landesärztekammern im Rahmen ihrer berufsrechtlichen Aufsicht übertragen werden und seine Ausgestaltung einem "fairen Wettbewerb überlassen werden."

Unabhängig davon machte der FÄ-Präsident deutlich, dass auch eine ersatzlose Streichung des Sicherstellungsauftrages nicht von vornherein ein Tabu sein dürfe.

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