Pressemitteilung

Kooperation der Gesundheitsakteure und der Fokus auf Patienten / Symposium der BKK Essanelle findet einheitlichen Konsens

2012-04-27 11:12:02

Düsseldorf (ots) - Allein gelassen im Dickicht des Gesundheitssystems, so fühlen sich die Deutschen, wenn sie krank sind. Zu wenig Transparenz über den eigenen Gesundheitszustand, offene Fragen zu Therapien und Behandlungen bei der Kommunikation zwischen Arzt und Patient und mangelnde Zusammenarbeit führen zu Unter-, Über- oder Fehlversorgung der gesetzlich Versicherten. Die bisherigen Gesundheitsreformen gehen häufig an den Bedürfnissen der Menschen vorbei, regionale Gegebenheiten finden zu wenig Berücksichtigung.

Auf Einladung der BKK Essanelle zu einem Symposium diskutierten am Mittwoch Vertreter aus der Politik, der Wissenschaft, der Ärzte, der Patienten und Kassen über aktuelle und zukünftige Reformen in der Gesundheitspolitik. Die unterschiedlichen Standpunkte der Akteure hatten einen gemeinsamen Nenner: Die Förderung der Zusammenarbeit aller am Gesundheitssystem Beteiligten. Das heißt, die Überwindung der Sektorengrenzen, mit dem gemeinsamen Ziel, den Menschen im Fokus zu haben - dies würde eine Optimierung der Versorgung erzielen. "Es wurde deutlich, wie nah sich die Interessenvertreter in dem Punkt sind", konstatiert Guido Frings, Vorstand der BKK Essanelle, nach der erfolgreichen Veranstaltung. Unter der Moderation von Christiane Poertgen offenbarten sich die verschiedenen Herangehensweisen, um das Ziel zu erreichen.

Prof. Dr. Neubauer, Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomik in München, sieht die größten Herausforderungen auf der Einnahmeseite der Krankenkassen. Der Gesundheitsfonds sei ineffizient, weil er dauerhaft Geld in Reserve hält, das den Kassen und damit nicht der Versorgung zur Verfügung steht. Weiterhin werden aufgrund der Standardisierung keine regionalen Unterschiede der Behandlungskosten berücksichtigt. Zudem führe der demografische Wandel innerhalb der Gesellschaft zu einer drastischen Verringerung der Beitragszahler, weshalb die notwendige Konsequenz eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit nach sich ziehen müsste. Eine politische Ausrichtung am demografischen Wandel sieht auch Barbara Steffens, Gesundheitsministerin des Landes NRW, als wichtig an. Die medizinische Versorgung sei unter anderem über den Ausbau von sektorenübergreifenden Kooperationen, und einer für alle Menschen zugänglichen, flächendeckenden und wohnortnahen Versorgung sicherzustellen. So sei auch die engere Verzahnung der Pflegeversicherung mit der Krankenversicherung ein potenzielles Zukunftsmodell. Insbesondere die Rücksicht auf die regionale Ebene, welcher Bedarf wo entsteht, und welche Leistungserbringer was vor Ort am besten dazu beitragen können, sei für eine Sicherstellung der politischen Daseinsvorsorge auf Länderebene relevant.

Den Fokus auf die Patienten zu legen, dahinter steht auch Dr. med. Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Zwar gewinnt er dem neuen Versorgungsstrukturgesetz auch positive Aspekte ab, befürwortet aber eine optimierte Versorgung der Patienten durch Fachärzte. Hier sei eine Bedarfsplanung vor Ort wichtig, die sich am tatsächlichen medizinischen Bedarf richtet. Die Ausrichtung an den Bedürfnissen der Regionen möchte Sigrid König, Vorständin des BKK Landesverbandes Bayern, ebenfalls verbessern. Ein Instrument, um die Krankenkassen verstärkt als Interessenvertreter der Patienten wahrzunehmen, sei die Gestaltung von Versorgungsstrukturen, um Versorgungslösungen anbieten zu können.

Manuela Anacker, Sprecherin des PatientInnen Netzwerkes NRW, betont die Bedeutung, dass Patienten und Angehörige verlässliche Informationen, Beratung und Unterstützung brauchen. Nur der informierte Patient sei ein mündiger Patient, wenn er seinen Behandlungsweg kennt und versteht. Neben der Vernetzung aller am Behandlungserfolg Beteiligten, fordert sie ebenso, dass sich zukünftige Reformen auch an den Belastungsgrenzen der sozial schwächeren Bevölkerung orientieren. So dürfe die Finanzierung der Beiträge nicht weiter aufgeweicht und das paritätische Prinzip ein Bestandteil des Gesundheitssystems bleiben.

Um die ganzheitliche Versorgung der Versicherten bedarfsgerecht zu steuern, zeigte die BKK Essanelle mit ausgesuchten Vertragspartnern Wege und Lösungen auf. Versorgungsmodelle, die mit ihren Therapien auf bestimmte Krankheitsbilder ausgerichtet sind, bieten den Versicherten eine lückenlose Betreuung und ermöglichen eine nachhaltige Sicherung der Therapieerfolge.

Pressekontakt:

Britta Wilms
Pressesprecherin
Telefon 0211 5801-1745
E-Mail britta.wilms@bkk-essanelle.de

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