Pressemitteilung

BPI: Arzneimittel: Investitionen in Leben und Gesundheit

2012-04-03 15:09:46

Berlin (ots) - Zum heutigen Bericht des Handelsblattes zu steigenden Arzneimittelausgaben erklärt der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie:

Der Beitrag begründet Ausgabenanstiege in der Arzneimittelversorgung trotz Preisstopp und nur wenig gestiegener Verordnungszahlen mit der Verordnung von therapeutischen Verbesserungen. Abgesehen davon, dass der von den Kassen herangezogene Vergleich von zwei Monaten bei der komplexen Dynamik der Arzneimittelversorgung kaum Rückschlüsse auf den Trend zulässt, sind Kostenanstiege durch therapeutische Verbesserungen unvermeidbar. Auf diese Tatsache weist der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hin. Verbesserungen in der Therapie kosten Geld, denn Forschung und Entwicklung besserer Arzneimittel ist extrem kostenintensiv. "Wer einen solchen Ausgabenanstieg beklagt, wendet sich gegen kranke Menschen und befürwortet Rationierung und Zwei-Klassen-Medizin. Wer aber möchte, dass sich die Lebenserwartung beispielsweise von Krebspatienten verbessert, muss auch die Ausgaben als das ansehen, was sie sind: Investitionen in Leben und Gesundheit. Die Unternehmen der pharmazeutischen Industrie stellen sich der Herausforderung der frühen Nutzenbewertung und der nachfolgenden Preisverhandlungen. Nun muss sich der GKV-Spitzenverband auch der Tatsache stellen, dass Ausgabensteigerungen in der Arzneimittelversorgung zum Wohle seiner Versicherten geschehen und solche Anstiege nicht polemisch kommentieren", erklärte Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie

Richtig ist aber auch, dass die Belastungsgrenze für viele pharmazeutische Unternehmen überschritten ist. Überwiegend die pharmazeutische Industrie trägt seit 2010 durch Zwangsmaßnahmen wie erhöhte Abschläge und Preismoratorium zu Einsparungen der Kassen bei. Diese Maßnahmen wurden in einer Situation beschlossen, als die Wirtschaftskrise die finanzielle Situation der GKV bedrohte. Bei nunmehr einem Plus von 20 Milliarden Euro der GKV und einem Hochstand an sozialversicherungspflichtigen Jobs kann von einer dramatischen gesamtwirtschaftliche Lage keine Rede mehr sein. "Viele Hersteller sind aufgrund des Preismoratoriums und der massiv erhöhten Abschläge am Ende ihrer Belastbarkeit und müssen daher entlastet werden. Der Minister muss endlich seine Berechnungsgrundlagen offenlegen, aufgrund derer er an den Zwangsmaßnahmen festzuhalten gedenkt", so Fahrenkamp.

Pressekontakt:

Joachim Odenbach
Tel. 030/27909-131
jodenbach@bpi.de

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