Pressemitteilung

Schulgeldfreiheit für Auszubildende in der Altenpflege jetzt/ Schleswig-Holstein braucht mehr Auszubildende in der Altenpflege

2012-04-03 13:38:10

Kiel (ots) - Pflegedienste und Pflegeheime haben immer häufiger Schwierigkeiten, geeignete Pflegekräfte zu finden. Aktuell meldet die Agentur für Arbeit 510 freie Arbeitsplätze in der Altenhilfe allein in Schleswig-Holstein. "Der Markt für Pflegefachkräfte ist so gut wie leergefegt. Unsere Erfahrung sagt, dass die Anzahl unbesetzter Stellen sogar noch höher ist und es gibt kein Personal, das wir gewinnen könnten. Tendenz steigend - das ist alarmierend." so Mathias Steinbuck, Vorsitzender der Landesgruppe des Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) auf dem diesjährigen Jahresempfang des bpa in Kiel.

Thomas Kenntemich, Mitglied der Geschäftsführung der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit weiß, dass der Pflegeberuf Zukunft hat: "Immerhin haben wir im vergangenen Jahr über 600 Menschen durch Aus- und Weiterbildung den Einstieg in die Pflege ermöglicht. Steinbuck weiter: "Trotz dieser Einsteiger in den Pflegeberuf haben wir ein großes Defizit an Pflegekräften und brauchen vor allen Dingen auch mehr Auszubildende in der Altenpflege. Wir bieten einen zukunftssicheren und höchst attraktiven Beruf - besonders für junge Anwärter." Die Arbeit mit Menschen sei erfüllend, führt Steinbuck weiter aus, abwechslungsreich, herausfordernd und interessant zugleich. Der bpa wisse genau, dass Pflegekräfte gerade die hohe Anerkennung sehr schätzen. Darüber hinaus sei das Ausbildungsgehalt deutlich attraktiv, ganz abgesehen von den Karrierechancen, die man habe.

Der Fachkräftemangel wird nachweislich trotz Rekordzahlen in der Ausbildung immer größer. Der Knackpunkt ist die Finanzierung. Steinbuck empört sich: "Es ist intolerabel, dass Azubis in der Pflege Schulgeld bezahlen sollen. Wir fordern die Schulgeldfreiheit, genau wie für andere Ausbildungsberufe auch. Ausbildung ist und bleibt Ländersache." Der bpa geht aber noch weiter, denn: Nachdem der Mangel an Pflegefachkräften mehr als klar ist, bestehen rechtlich keine Hinderungsgründe mehr, die gegen eine Umlagefinanzierung der Ausbildung sprechen. "Wir stehen zu unserer Verantwortung und unterstützen die Forderung der Umlagefinanzierung für die Ausbildung in der Altenpflege", betont Steinbuck und ergänzt: "Da Schleswig-Holstein dringend Nachwuchs in der Altenpflege braucht und alle Voraussetzungen für die Finanzierbarkeit schnellstmöglich geschaffen werden können, fordert der bpa die Landesregierung zur kurzfristigen Verbesserung der Situation auf. Die Anzahl der Ausbildungsplätze in der Altenpflege von derzeit 1.200 muss im ersten Schritt um zumindest 100 schulgeldfreie Plätze aufgestockt werden."

Der bpa ist mit über 7.000 Mitgliedern bundesweit der größte Spitzenverband privat-gewerblicher Anbieter. 470 ambulante Dienste, voll- und teilstationäre Einrichtungen sind in Schleswig-Holstein Mitglied im bpa.

Veröffentlichung frei, Beleg erbeten (360 Wörter, 2.718 Zeichen mit Leerzeichen)

Pressekontakt:

Roland Weißwange, Leiter der Landesgeschäftsstelle
Tel.: 0431 / 780 17 62

Permalink:


http://www.presseportal.de/pm/17920/2228870

bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.



Weiterführende Informationen

http://www.bpa.de


Das Presseportal ist ein Service von news aktuell und die Datenbank für Presseinformationen im deutschsprachigen Raum.
www.presseportal.de
Infobox anzeigen/verbergen


Alle Pressemitteilungen