Pressemitteilung

BPI: Pharmazeutische Industrie begrüßt Aktionsplan der Bundesregierung zur Hightech-Strategie

2012-03-28 14:27:52

Berlin (ots) - Der BPI begrüßt die heute durch das Bundeskabinett in zehn "Zukunftsprojekten" formulierten forschungspolitischen Ziele und Visionen. Mit diesen Projekten sollen Antworten auf die gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen der Zukunft gefunden werden. Damit wird die Forschungspolitik auf klare Ziele ausgerichtet und ein koordinierter Ansatz etabliert, die Stärken von Forschung und Entwicklung am Standort Deutschland für die Lösung gesellschaftlicher und globaler Herausforderungen zu nutzen. Dazu gehören Fragen der zukünftigen Energieversorgung, Mobilität, Kernfragen der Weiterentwicklung der Informationstechnologie und wichtige Herausforderungen im Bereich der Gesundheit: Prävention und Ernährung, selbstbestimmtes Leben im Alter und die Individualisierung von Therapieansätzen. "Die individualisierte Medizin ist ein wichtiger Schwerpunkt der pharmazeutischen Forschung. Die Entwicklung neuer Instrumente, um für den einzelnen Patienten frühzeitig die beste verfügbare Therapie zu identifizieren, schafft neue Optionen für den Einsatz bewährter Wirkstoffe und die Entwicklung neuer Wirkprinzipien. Besonders zu begrüßen ist die frühzeitige Einbindung aller relevanten Fachressorts auf Bundesebene", kommentiert Dr. Norbert Gerbsch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie e.V.

Durch diese frühzeitige Einbindung könnte künftig ein Problem besser gelöst werden, denn bis dato wurden zwar neue Therapieansätze in Grundlagenforschung und Anwendungsentwicklung gefördert, trafen aber häufig auf Zulassungsanforderungen und Erstattungsbedingungen im Markt, die diesen Entwicklungen die wirtschaftliche Grundlage weitgehend entzogen haben. Die großen Herausforderungen mit denen die Entwicklung der sog. neuartigen Therapien, wie z. B. das Tissue Engineering, zu kämpfen haben sind dafür nur ein Beispiel. Bereits in den letzten Jahren war zu beobachten, dass die Bundesregierung hier durch die frühzeitige Einbindung der zuständigen Fachressorts, wie dem Bundesministerium für Gesundheit hier für einen besseren Informationsaustausch sorgt. Mit dem heute beschlossenen Aktionsplan wird diese Strategie weitergeführt. "Das ist der richtige Weg: Die Förderung von Forschung und Entwicklung ist eine gute Investition für Patienten, denen heute noch nicht ausreichend geholfen werden kann. Zugleich ist sie auch eine Investition in Arbeitsplätze am Standort Deutschland. Diese Förderung ist damit richtig und notwendig, schafft allein aber keine wirtschaftliche Grundlage für Innovationen. Die Regierung muss Marktzugang und Marktbedingungen so regulieren, dass die Ergebnisse der Forschung eine Chance haben. Das kann nur gelingen, wenn die Erstattungsfähigkeit frühzeitig berücksichtigt wird, denn Innovationsfreundlichkeit entscheidet sich an den Marktbedingungen", so Gerbsch.

Pressekontakt:

Joachim Odenbach
Tel. 030/27909-131
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