Pressemitteilung

Ein trügerischer "Zweiter Frühling" (mit Bild)

2012-03-27 15:12:46

Bonn (ots) - Wenn hochbetagte Katzen scheinbar wieder jung werden, ungeahnte, neue Energien entfalten und fressen wie ein Scheunendrescher, aber trotzdem abnehmen, sollten Katzenhalter stutzig werden. Dieser "Zweite Frühling" erweist sich nämlich als trügerisch, endet meist nach wenigen Wochen und kehrt sich dann ins Gegenteil. Die Katze entwickelt nur noch wenig Appetit, wird lethargisch und ermüdet schnell. Das Fell wird stumpf und struppig. Selbst bei kleinsten Anstrengungen beginnt die Katze zu hecheln.

Das sind Symptome für eine Krankheit, die vor allem in den letzten Jahren immer öfter bei älteren Tieren diagnostiziert wird - die Hyperthyreose. Auch wenn jüngere Tiere betroffen sein können, erfolgt ab dem zehnten Lebensjahr ein rapider Anstieg der Krankheitsfälle und jenseits der 15 Jahre leidet fast jede fünfte Katze daran. Warum die Hyperthyreose gerade bei älteren Katzen so häufig auftritt, liegt möglicherweise daran, dass Hauskatzen heute sehr viel älter werden als früher und daran, dass die Tiermedizin enorme Fortschritte gemacht hat.

Bei der Hyperthyreose handelt es sich um eine Funktionsstörung der Schilddrüse. Die Vorsilbe hyper kommt aus dem Griechischen und bedeutet "übermäßig". Bei medizinischen Begriffen zeigt die Vorsilbe an, dass etwas über das gesunde Maß hinausgeht. Die Hyperthyreose ist also eine Überfunktion der Schilddrüse. Ursache ist fast immer ein gutartiger Tumor der Schilddrüse und in Folge eine stark erhöhte Produktion des Schilddrüsenhormons Thyroxin. Die überschüssigen Hormone gelangen in den Blutkreislauf und aktivieren - zumindest kurzfristig - die Lebensgeister der Katzensenioren.

Die Diagnose der Hyperthyreose ist nicht ganz einfach, weil vergleichbare Symptome auch bei anderen Katzenkrankheiten auftreten. Sie kann zudem andere Krankheiten überdecken. Das gilt insbesondere für die chronische Nierenerkrankung. Zur Behandlung der Hyperthyreose stehen verschiedene Therapien zur Verfügung. Welche die richtige ist, wird der Tierarzt nach eingehender Untersuchung entscheiden.

Pressekontakt:

Bundesverband für Tiergesundheit e.V., Dr. Martin Schneidereit
Tel. 0228/31 82 96, bft@bft-online.de

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