Pressemitteilung

Selbstmord: Ein Familienschicksal? - Veranlagung zum Suizid kann genetisch bedingt sein

2012-03-22 15:55:00

München (ots) - Selbstmord gehört zu den Top Ten der häufigsten Todesursachen in der westlichen Welt. Forscher versuchen herauszufinden, weshalb sich Menschen umbringen. Wie die Zeitschrift WUNDERWELT WISSEN (Ausgabe 04/2012, ab morgen im Handel) berichtet, liefert eine Studie des Karolinska-Instituts in Schweden an elf Millionen Menschen aufschlussreiche Ergebnisse: So haben Kinder von Selbstmördern ein doppelt so hohes Risiko, im Laufe ihres Lebens ebenfalls Suizid zu begehen. Geschwister haben ein dreimal und eineiige Zwillinge sogar ein 15-mal so hohes Risiko. Ein adoptiertes Kind hingegen, das in eine von Selbstmord betroffene Familie kommt, besitzt nur ein geringfügig erhöhtes Risiko.

Die Veranlagung zum Suizid kann damit genetisch bedingt sein. Allerdings muss das nicht zwangsläufig so sein: "Traumatische Erfahrungen im Laufe des Lebens können die Gene auch verändern und somit anders prägen", sagt Thomas Bronisch, Professor für Psychiatrie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und Autor des Buches "Der Suizid. Ursachen, Warnsignale, Prävention".

Selbst wenn eine genetische Veranlagung vorliegt, muss die Lebenssituation für den Betroffenen ausgesprochen belastend sein, damit er keinen anderen Ausweg mehr sieht als Selbstmord. Bronisch: "Allein aufgrund einer genetischen Disposition bringt sich niemand um."

Pressekontakt:

Andrea Wagner
Kommunikation/PR
Gruner + Jahr AG & Co KG
Tel.: 040/3703-2980
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