Pressemitteilung

Gicht bei Frauen oft unerkannt

2012-03-22 08:50:00

Berlin (ots) - Anders als häufig vermutet, ist Gicht kein reines Männerproblem. Immerhin ca. 10-25 Prozent der 1,1 Millionen Betroffenen in Deutschland sind Frauen. "Die Gichterkrankung bleibt bei Frauen oft unerkannt, weil sie meist nicht den typischen Anfall im großen Zeh haben, sondern eher an den Finger- oder Handgelenken. Das kann zu einer Verwechslung mit Arthrose oder entzündlichem Rheuma führen und eine falsche Behandlung zur Folge haben", weiß Dr. Anne-Kathrin Tausche, Ärztin der Rheumatologie am Universitätsklinikum Dresden.

Bei Gicht kann zumeist die Niere Harnsäure nicht ausreichend ausscheiden. Das ist oft erblich bedingt. Frauen haben jedoch bis zu den Wechseljahren fast alle eine Art natürlichen Schutz vor Gicht, da der weibliche Körper Östrogene produziert, die die Ausscheidung der Harnsäure über die Nieren fördern. Wenn das Hormon nach den Wechseljahren nicht mehr hergestellt wird, kann sich der Harnsäurespiegel erhöhen. Übersteigt der Harnsäurespiegel im Blut dann eine gewisse Konzentration, können sich Harnsäurekristalle bilden, die sich vor allem an stark belasteten und schlecht durchbluteten Gelenken oder Organen ablagern und dort eine akute schmerzhafte Entzündung - den Gichtanfall - auslösen.

"Damit es nicht zu weiteren Gichtanfällen kommt und in der Folge Schäden an Gelenkstrukturen vermieden werden, ist eine frühe und dauerhafte Behandlung mit einem harnsäuresenkenden Medikament wichtig", erklärt Dr. Tausche. Denn nur wenn der Harnsäurespiegel dauerhaft unter 6 mg/dl bzw. 360 mmol/l liegt, lagern sich keine weiteren Harnsäurekristalle an Gelenken und Organen ab und bereits vorhandene Ansammlungen können wieder gelöst werden. "Wichtig ist, dass Betroffene selbst aktiv werden und neben der regelmäßigen Einnahme eines harnsäuresenkenden Medikamentes auch ihre Lebensweise überdenken. Wichtig ist, zum Beispiel auf alkoholische Getränke - besonders Bier - möglichst zu verzichten", betont Dr. Tausche. Eine purinarme Ernährung und regelmäßige Bewegung tragen dazu bei, dass Gicht zu einem lösbaren Problem wird. Arrangieren muss sich mit der Krankheit heute niemand mehr.

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