Pressemitteilung

Die zweigeteilte Wasserwelt / CARE zum Weltwassertag: Frauen in Entwicklungsländern sind erfolgreiche Kleinbäuerinnen und kluge Wassermanagerinnen

2012-03-21 12:28:58

Bonn (ots) - "So selbstverständlich, wie wir in den Industrieländern den Wasserhahn zu Hause aufdrehen können, so wenig selbstverständlich ist die Versorgung mit Wasser in den meisten Entwicklungsländern. Für diese Menschen entscheidet sich jeden Tag neu, ob sie sauberes Trinkwasser, Wasser für die Landwirtschaft, oder gesunde Seen, Flüsse oder Meere für ihren Fischfang vorfinden. Wasser ist damit die Überlebensfrage für Milliarden von Menschen", erinnert Karin Kortmann, Stellvertretende Generalsekretärin von CARE Deutschland-Luxemburg.

Die häusliche Wasserversorgung ist weiblich. Im Durchschnitt legen Mädchen und Frauen in einem Entwicklungsland täglich sechs Kilometer Fußweg zurück, um 20 Liter Wasser nach Hause zu tragen. "Wertvolle Zeit, die ihnen für den Schulbesuch und Erwerbsarbeit fehlt", so Kortmann.

Frauen machen 43 Prozent der weltweiten landwirtschaftlichen Arbeitskraft aus, aber ihre Mitbestimmungs- und Besitzrechte sind häufig beschränkt. Dabei zeigen jüngste Untersuchungen, wie die der britischen "Hunger Alliance", der auch CARE angehört: Wenn Frauen im Wassermanagement mitentscheiden dürfen, bei Anbaumethoden und Bewässerungssystemen, leben sie mit ihren Familien und der ganzen Gemeinde gesünder.

Die Nahrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schätzt, dass durch die Förderung von Kleinbäuerinnen die Zahl der hungernden Menschen weltweit um 100 bis 150 Millionen verringert werden kann.

"Frauen als Wassermanagerinnen im Jemen, Dürrevorsorge durch Frauen-Spargruppen in der westafrikanischen Sahelzone oder Ernährungsberatung für Mütter im ländlichen Laos: Die CARE-Projekte rund um den Globus beweisen Tag für Tag, dass Frauen Vorreiterinnen beim nachhaltigen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen sind", so Karin Kortmann.

Hintergrund:

   - Der diesjährige Weltwassertag, der seit 1993 jedes Jahr am 22. 
     März von den Vereinten Nationen ausgerufen wird, stellt den 
     Zusammenhang zwischen Wasser und Nahrungssicherheit in den 
     Vordergrund. Sieben Milliarden Menschen bevölkern aktuell 
     unseren Planeten, weitere zwei Milliarden werden schätzungsweise
     bis 2050 hinzukommen. Die Vereinten Nationen weisen darauf hin, 
     dass besonders die Produktion von Nahrungsmitteln die 
     Wasservorräte strapaziert:  Für die Produktion von einem 
     Kilogramm Rindfleisch benötigt man etwa 15.000 Liter Wasser, ein
     Kilogramm Weizen wiederum "trinkt" 1.500 Liter Wasser. Weitere 
     Informationen unter http://www.unwater.org/worldwaterday/
   - Die britische "Hunger Alliance", ein Zusammenschluss 
     entwicklungspolitischer Organisationen, dem auch CARE angehört, 
     veröffentlichte in der vergangenen Woche den Bericht "What works
     for Women", der Handlungsempfehlungen zur Förderung weiblicher 
     Kleinbauern gibt. Download unter 
  http://www.care.de/fileadmin/reda ktion/service/downloads/CARE_H
     intergrund_Policybriefs/What_Works_f or_Women_-_Final.pdf
   - Abdruckfähige Fotos rund um das Thema Wasser können Sie 
     kostenfrei herunterladen unter 
  http://www.care.de/pressefotos.html 

Pressekontakt:

Rückfragen bitte an:
CARE Deutschland-Luxemburg e.V.
Sabine Wilke
Telefon: 0228 / 97563 46
Mobil: 0151 / 147 805 98
E-Mail: wilke@care.de

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Weiterführende Informationen

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