Pressemitteilung

TÜV Rheinland zertifiziert Strahlenschutz-Monitoring des japanischen Werkzeugmaschinenherstellers Mori Seiki

2012-02-29 12:00:00

Yokohama/Köln (ots) - TÜV Rheinland hat das Strahlenschutz-Monitoring von Mori Seiki an den fünf Standorten des Unternehmens in Japan überprüft und zertifiziert. Mori Seiki ist einer der führenden japanischen Hersteller von Werkzeugmaschinen und exportiert zahlreiche Produkte in die Europäische Union.

Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima im Frühjahr 2011 hat Mori Seiki einen Prozess für den Strahlenschutz, die Überwachung und Kontrolle der Kontamination entwickelt, der japanischen und internationalen Anforderungen entspricht. Damit wird sichergestellt, dass Werkzeugmaschinen und deren Teile vor erhöhter Kontamination geschützt werden, die den gesamten Fertigungsprozess betreffen könnte - auch wenn diese im mehr als 500 Kilometer von der Unglückregion um Fukushima entfernten Nara produziert werden. Geschäftspartner können sich nach der unabhängigen und freiwilligen Überprüfung durch die Fachleute von TÜV Rheinland auf die Strahlensicherheit der Produkte von Mori Seiki verlassen.

Die gesetzlichen Bestimmungen für den Strahlenschutz industrieller Güter sind nicht sehr umfassend. In der Regel sind stichprobenartige Strahlungsmessungen vor der Auslieferung und begrenzte Messungen zusätzlich bei der Ankunft im Ausschiffungshafen erforderlich. Dabei dürfen bestimmte Werte nicht überschritten werden. Das Zertifizierungsverfahren von TÜV Rheinland wurde wenige Monate nach dem Unfall in Fukushima neu eingeführt. Es wird bereits von verschiedenen japanischen Herstellern aus unterschiedlichen Branchen eingesetzt: von der Automobilbranche bis zu Herstellern von medizinischen Produkten und Geräten. Präzisionswerkzeugmaschinen von Mori Seiki gehören nun ebenfalls zu der Liste der erstmals vom TÜV Rheinland zertifizierten Produkte, die dem "Radiation Monitoring and Control Process" unterzogen werden.

Dr. Naoshi Takayama, Managing Director und Quality HQ Executive Officer bei Mori Seiki Co., Ltd.: "Gleich nach dem Unfall im Atomkraftwerk haben wir die Notwendigkeit erkannt, uns mit dem Thema Strahlenbelastung in unserem Fertigungsprozess zu beschäftigen. Für den sachgemäßen Einsatz entsprechender Messgeräte haben wir das notwendige Fachwissen über Strahlung aufgebaut. Bei TÜV Rheinland in Japan erfuhren wir dann vom Prozess für die Strahlenschutzüberwachung und -kontrolle. Zusätzlich entschlossen wir uns dann, das Problem umfassend anzugehen, um mögliche Risiken weiter zu vermeiden und die Zertifizierung zu erlangen. Denn das mögliche Risiko einer Kontamination betrifft die gesamte Lieferkette. Unsere Kunden haben jetzt weltweit die Sicherheit, dass unsere Produkte nicht betroffen sind."

Mori Seiki wurde 1948 gegründet und gilt seither als innovatives Unternehmen in der Werkzeugmaschinenbranche.

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