Pressemitteilung

Zecken sind Überlebenskünstler / Zecken sind in Europa die wichtigsten Überträger für Infektionskrankheiten (mit Bild)

2012-02-28 12:31:18

Bonn (ots) - Und trotz des späten, noch sehr kalten Winters, lässt sich der Vormarsch der Zeckenlegion nicht aufhalten. Mit im Gepäck haben sie ein ganzes Bündel von Erregern, die schwere Infektionen auf Hund und Katze, aber auch auf den Menschen, übertragen können. Die wichtigsten in Deutschland auf Katzen und Hunden festgestellten Zecken sind Holzbock und Auwaldzecke. Seltener ist die Braune Hundezecke. Wichtige Krankheiten sind die Borreliose und die Babesiose, aber auch die Anaplasmose. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass etwa jede dritte Zecke in Deutschland die Borreliose-Erreger in sich trägt. Eine Infektion findet in der Regel mit dem Stich und Saugakt statt, wobei es viele Stunden bis Tage dauern kann, ehe es zu einer Übertragung von Erregern kommt.

Eine Impfung steht nur für die Borreliose, und die nur für den Hund, zur Verfügung. Um so wichtiger ist es, unsere Haustiere mittels entsprechender Produkte vor Zeckenbefall zu schützen und vorhandene Zecken möglichst schnell abzutöten.

Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass infizierte Zecken Kälte und Hitze besser zu überleben scheinen als Zecken, die nicht infiziert sind. In einer Untersuchung aus den USA zeigte sich zum Beispiel, dass Ixodes-Zecken, die bestimmte Erreger in sich tragen, bei winterlichen Temperaturen ein Antifrost-Schutzenzym bilden, das ihre Überlebensrate im Vergleich zu nicht infizierten Zecken erhöht. In der Schweiz wurde belegt, dass mit dem Borreliose-Erreger befallene Zecken weniger empfindlich auf Wärme und Trockenheit reagieren.Das bedeutet, dass sowohl in kalten als auch in warmen, trockenen Monaten der Anteil riskanter Zecken höher sein kann als es zu diesen Jahreszeiten zu erwarten wäre. In Regionen, in denen mit Erregern infizierte Zecken vorkommen, sollte man deshalb Hunde und Katzen mit freiem Auslauf ganzjährig, also auch in Wintermonaten, mit einem Zeckenschutz behandeln.

Pressekontakt:

Bundesverband für Tiergesundheit e.V., Dr. Martin Schneidereit
Tel. 0228/31 82 96, bft@bft-online.de

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