Pressemitteilung

Durban ist ein Schlag ins Gesicht für arme Menschen "Der fehlende politische Wille und Sinn für Dringlichkeit ist unentschuldbar/Klimawandel hat keinen Pausenknopf"

2011-12-11 11:25:36

Bonn (ots) - 11. Dezember 2011. In Durban bedeutet das Ende der Klimakonferenz eine bittere Enttäuschung für die ärmsten Menschen auf der Welt, beklagt CARE International. "Die Verhandlungsparteien haben einfach ihre Hausaufgaben nicht erledigt, die sie in Cancún im letzten Jahr bekommen haben. Diese Aufgaben wären durchaus erreichbar gewesen mit ausreichendem politischen Willen. Damit lassen sie Millionen Menschen im Stich, die heute schon unter den Folgen des Klimawandels leiden und die aber am wenigsten Schuld an der Erderwärmung tragen", sagt Tonya Rawe, Policy-Referentin von CARE USA. "Der fehlende politische Wille und Sinn für Dringlichkeit ist unentschuldbar. Denn langfristig gesehen werden die menschlichen und wirtschaftlichen Kosten des Klimawandels jene der momentanen Wirtschaftskrise noch bei weitem übersteigen."

"Die Erwartungen an ein Ergebnis hier in Durban waren von vornherein niedrig, aber der heutige Ausgang untertrifft die Erwartungen noch", so Rawe. "In den letzten Stunden der Konferenz konnten wir beobachten, wie sich die Verhandlungsparteien auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigten und einen Verhandlungstext produzierten, der wenig hergibt ausser das Gesicht der Regierungen zu wahren. Man mag einen Hoffnungsschimmer darin erkennen, dass dem Fahrplan zu einem globalen Klimaabkommen zugestimmt wurde, aber der Weg dahin ist noch weit und lang."

"Die Verhandlungsparteien müssen endlich realisieren, dass der Klimawandel keine Heizung ist, die man einfach abstellen kann, wenn es zu warm wird", so Rawe weiter. "Wir sehen bereits weltweit die Auswirkungen des Klimawandels, die Regierungen müssen jetzt handeln, um weitere Schäden abzuwenden und höhere Kosten zu vermeiden." Um all derjenigen Menschen willen, die jetzt bereits die Folgen des Klimawandels schultern müssen, appelliert CARE an die Verhandlungsparteien politischen Willen und Dringlichkeit zu zeigen, wenn sie sich im nächsten Jahr wieder an den Verhandlungstisch setzen.

Zwar gab es Fortschritte in Durban bei der Einrichtung des Grünen Klimafonds. Aber die Frage besteht weiterhin, wie dieser mit Geld gefüllt werden soll, damit er nicht einzig ein leerer Geldschrank bleibt. "CARE glaubt dennoch weiterhin daran, dass ein multilateraler Prozess wie die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen Erfolg haben kann, allerdings nur, wenn die Regierungen geeinten politischen Willen und Ambition zeigen."

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