Pressemitteilung

Weniger Menschen mit HIV/Aids neu infiziert / Stiftung Weltbevölkerung: Aufklärung Jugendlicher zahlt sich aus

2011-11-21 13:51:24

Hannover (ots) - Weniger Neuinfektionen und weniger Aidstote: Die heute veröffentlichten Zahlen von UNAIDS zeigen weltweit Fortschritte bei der Bekämpfung von HIV/Aids. Zwischen den Jahren 2005 und 2010 sind die Todesfälle im Zusammenhang mit HIV/Aids um 21 Prozent zurückgegangen. Mit weltweit 2,7 Millionen Menschen ist die Zahl der Neuinfektionen weltweit auf den niedrigsten Stand seit dem Höhepunkt der Epidemie Mitte der 1990er Jahre gesunken.

"In besonders stark betroffenen Ländern wie dem Kongo, Burkina Faso oder Nigeria konnte im vergangenen Jahrzehnt die Zahl der infizierten Jugendlichen um mehr als ein Viertel gesenkt werden.", erklärt Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung. "Das zeigt: Investitionen in Präventionsprogramme zahlen sich aus. Mit Aufklärung und Verhütung lässt sich die Aids-Epidemie eindämmen und Leben können gerettet werden."

HIV/Aids in Entwicklungsländern trifft vor allem Frauen

Trotz der Erfolge finden noch immer weltweit sieben von zehn Neuinfektionen in Afrika südlich der Sahara statt - hier infizieren sich täglich mehr als 5.200 Menschen neu mit dem Virus. Mit einem Anteil von 59 Prozent an den Infizierten sind Frauen hier besonders betroffen. "Da viele Frauen aufgrund ihrer gesellschaftlich geringen Stellung die Verwendung von Kondomen oft nicht durchsetzen können, brauchen sie Präventionsmethoden, die sie unabhängig von der Zustimmung des Mannes anwenden können - zum Beispiel Mikrobizide.", erklärt Renate Bähr. "Auch Aids-Impfstoffe, selbst mit partieller Wirksamkeit, sind ein zentrales Instrument im Kampf gegen Aids. Deshalb appelliere ich an die Bundesregierung, verstärkt in die Erforschung und Entwicklung von Aids-Präventionsmethoden zu investieren."

Globalen Fonds stärken

Darüber hinaus ist es wichtig, eine verlässliche Finanzierung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria zu garantieren. "Der Globale Fonds ist ein nachweislich effizientes Instrument zur Erreichung des Millennium-Entwicklungsziels 6, indem er wichtige Aktivitäten im Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose ermöglicht.", so Bähr, "In weniger als zehn Jahren hat der Globale Fonds 6,5 Millionen Leben gerettet. Deshalb muss Deutschland als zweitgrößter Geber des Globalen Fonds zu seinen Zusagen stehen und seiner Verantwortung gerecht werden."

Über die Stiftung Weltbevölkerung

Die Stiftung Weltbevölkerung ist eine international tätige Entwicklungshilfeorganisation. Sie hilft jungen Menschen in Afrika und Asien, sich selbst aus ihrer Armut zu befreien. Ungewollte Schwangerschaften und Aids verschärfen die Armut und bedeuten für viele Jugendliche den Tod. Deshalb unterstützt die Stiftung Aufklärungs- und Familienplanungsprojekte sowie Gesundheitsinitiativen in Entwicklungsländern.

Pressekontakt:

Matthias Stockkamp
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
Göttinger Chaussee 115
30459 Hannover
Tel.: +49 511 - 94373 -36
matthias.stockkamp@dsw-hannover.de
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